Archiv für Juli, 2007
Spitzeneis
Heute gibts mal einen Tipp aus meinem neuen Quarter. Da die neue Gegend mit freien Parkplätzen nicht gesegnet ist (man könnte es auch weniger geschönt mit nicht vorhanden nennen) steht Susannes Auto in einer Tiefgarage in der Landwehrstr. Der Spaß kostet zwar, trotz 7 Minuten Fußweg entfernt, einen stolzen Extrabetrag. Aber dafür muß man nicht befürchten, dass das trendige Partyvolk mit ihren schnittigen Auti TTs und Mazda x5ern das eigne heilige Blechle bei ihren ungelenken Parkversuchen nicht ruinieren.
Langer Rede kurzer Sinn, da das Auto in Münchens Klein Antalya liegt (da wo die Checker mit korrekten Handies und escht goldenen Ketten und so die Straßen bevölkern) kommen wir in den großen Genuß, auch mal Winkel kennen zu lernen, “die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat”. Und dabei haben wir eine Eisdiele entdeckt, die ohne Überrtreibung mit Abstand das Beste Eis von ganz München hat. Besser als mancher Italiner hinter den Alpen. Der kleine Laden liegt in der Landwehrstraße und verkauft nur Eis “to go”. Wer also mehr auf überdimensionierte Eisbecher mit einem Kilo Schi-Schi Obst und der Sahnehaube steht, ist hier also nicht richtig aufgehoben. Aber jeder andere muß hier unbedingt die Sorbets und Nubana (Nutella-Banane) probieren. Wahnsinn, besser gehts nicht.
Und wer sich unbedingt in ein Straßencafe setzen möchte, dem empfehle ich das Eis im Stehen zu genießen und danach ein paar schritte weiter zu “Kalil” zu gehen. Das ist ein Schnellimbiss Türke mit prima Essen und noch besserem Tee. Für nen Euro sitzt man dann an einem der besten Plätze zum schauen (und interessantes Publikum läuft da wirklich herum. Ich verstehe gar nicht warum man heute noch in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen muß, die ganzen Araber sind ja in München auf Sommerfrische).
Wieder eine Woche um
nach zwei Wochen wird es mal wieder Zeit etwas zu posten. Die letzten Wochen gingen so schnell vorbei, da ist es mir gar nicht aufgefallen, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe. Was habe ich die ganze Zeit gemacht. Vom aufreibenen Job einmal abgesehen, haben Susanne und ich endlich unsere alten Wohnungen abgegeben und feilen am letzten Finish unserer neuen Wohnung. Was ich in letzter Zeit geschrubbt, gebohrt und Wände gestrichen habe reicht für fünf Leben. Nun muß nur noch der Hirbel von unserer Küchenfirma endlich den richtigen Herd liefern und unsere Wasseranschlüsse anschrauben (ja, wir leben noch immer ohne funktionierende Küche) und dann können wir uns endlich wieder dem normalen Leben widmen.
Diese Woche habe ich erfahren, dass mein Blog den ersten Fanclub besitzt. Exkollegen haben meine gestreiche und brilliante Schreibe entdeckt und sind voll des Lobes (so werde ich die unqualifizierten Kommentare einfach deuten). Aber Jungs, keep watching! Hier könnt Ihr noch ne Menge über das savoir vivre lernen. Vielleicht sollte ich für Euch noch einen RSS Feed installieren. Sicher ist sicher. Dem einen oder anderen von Euch würde das nicht schaden.
Und sonst gabs dieses Wochenende das legendäre Glockenbach Fest. Einen der vielen Schwuppenklassiker in München. Es werden aber auch Heteros zugelassen - sonst hätte man mich ja nicht reingelassen. Eines muß man den Mädels ja lassen, sie wissen wie man feiert. Irgendwie traurig finde ich es allerdings, dass die genauso geclont herumlaufen wie die Schicksen auf der Leopoldstraße. Nur dass die homophile Schicksenbraut statt langen blonden Haaren Glatze und drei Tage Bart trägt und das Trägerhemdchen üble Tatoos und wohdefinierte Oberarme statt eines hübsch proportioniertem Dekoltees zeigt.
Mit einer kleinen Impression vom Glockenbachfetes werde ich mich für heute verabschieden. Bis zum nächsten Mal!
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