Archiv für August, 2007

A New Look

Nachdem ich vor zwei Tagen bei einem wirklich chilligen Grillen am Flaucher eine Menge ehemalige Kollegen traf und diese mir überraschenderweise gestanden, regelmäßig auf meinen Blog zu surfen und zu lesen, fühle ich mich fast schon verpflichtet, häufiger zu posten. Und vor allem ein bisschen was am Auftritt zu optimieren. Gut, das, was Ihr hier seht ist erst ein Zwischenschritt zum Optimum Optimosum. Aber für den ersten Wurf finde ich es gar nicht mal so schlecht. Wer mich kennt weiß natürlich, dass dieses Styling noch lange nicht meinem perfektionistischen Sinn für Kunst und Schönheit Rechnung trägt. Darüber werde ich mir aber im nächsten Urlaub mehr Zeit und Elan opfern.

Ich hoffe meine Leser bleiben mir treu und bis zum nächsten Mal. Dann berichte ich von meinen Erfahrungen beim Pilze sammeln (es passiert wirklich selten, dass ich mir beim Kochen viel Mühe gebe und das Ergebnis dann in den Müll schmeiße. Aber meine bessere Hälfte war der Meinung, dass der Geschmack nicht ganz der Gewohnte sei, den man allgemein von einem Pilzgericht erwaret. Und bevor wir entweder den Notartz wegen einer schweren Vergiftung holen oder wegen bewußtseinerweiternder Wirkung einiger von uns nicht ganz korrekt klassifizierter Pilze, nackt auf die Straße rennend, Autos und Straßenlaternen umarmen und diese mit “boah bist Du geil” ansprechen, haben wir die “Nature Haute Cuisine” halt weg geworfen. Wir müssen das aber unbedingt nochmal probieren. Ich bin sicher, so ließe sich ein neuer Kochtrend etablieren. Ich werde es dann “High-Cuisine” nennen :-) )

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Fun-Cooking - Kochen leicht gemacht

Eines der besten Dinge in Bayern ist, dass es hier mehr Feiertage als anderswo gibt. So auch wieder den vergangenen Mittwoch, der - soweit mir bekannt - nur noch im ebenfalls streng katholischen Sachsen (40 Jahre realexistierender Sozialismus kann einer wahren christlichen Seele scheinbar nichts anhaben)- begangen wurde. Für alle heidnischen Seelen außerhalb der wahren seelenheil machenden Lehre, es handelte sich um Maria Himmelfahrt. Und was macht man am besten an einem freien Tag, der genau zwischen zwei Wochenenden liegt? Richtig, man nimmt mit zwei Compagneros, die einen Videopodcast betreiben, eine Sendung auf.

Alex und Robbi sind haben ihr Hobby zum Hobby gemacht und - ich glaube sogar den Ersten und Einzigen - Videopodcast übers Kochen gegründet. Er heißt de-lite.de und es gibt ihn schon seit 1 1/2 Jahren. Ich hatte bereits schon ein paar Mal die große Ehre, als Stargast auftreten zu dürfen, so auch letzten Mittwoch. Wir haben eigentlich mehr getrunken als gekocht. Aber was soll man schon erwarten, wenn drei Männer alleine in der Küche stehen, es draußen 25 Grad hat und die einzigen gekühlten Getränke Pims und kaltes Tannenzäpfle Bier ist? Ich muß sagen, dafür, dass wir alle recht gut einem Tee hatten, gab es keine groben Unfälle. Wir haben noch alle unsere Finger und mir ist nicht bekannt, dass einer der Jungs bleibende Blessuren davongetragen hat, von eventuellem Durchfall wegen Salmonellenvergiftung einmal abgesehen. Das lag dann aber nicht am Alkohol, sondern an dem halben Huhn, welches wir mit viel Knoblauch und stinkender Fischsoße zu einem asiatischen Salat zusammengeschmissen haben. Aber hey, am Ende wars echt lecker. Wie sichs gehört, wurden dann noch ein paar Scheiben feinstes Grillfleisch auf den (zugegeben nicht ganz so romantischen) Elektrogrill geschmissen und wir ließen den Tag bei ein paar weiteren Bieren ausklingen . Ihr könnt Euch die Aktion ja mal anschauen, wenn gerade nichts Besseres im Fernsehen kommt. Garantiert, Ihr werdet nie wieder Jamie Oliver oder Tim Mälzer sehen wollen. Von denen gibt´s eh nichts zu lernen, außer vielleicht, wie man ein paar Nudeln mit Soße heiß macht. ;-)
Viel Spaß beim Nachkochen. Solltet Ihr Fragen haben, bin ich sicher, dass Euch Robbi und Alex weiterhelfen können. Und jetzt gehe ich noch schnell ein Kerzchen für die heilige katholische Kirche und unseren geliebten Freistaat Bayern anzünden, dass es weiternin noch viele, viele Feiertage wie diesen geben möge. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten chilligen Tag auf dem Balkon während Restdeutschland fürs Bruttosozialprodukt schwitzen muß.

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Deutschlandtour

der geneigte Leser meines Blogs wird sich schon gewundert haben, dass ich vier Wochen lang nichts mehr gepostet habe. Es gibt eine ganz einfache Erklärung, ich war zwei Wochen im Urlaub mit sehr, sehr spärlichen Onlinemöglichkeiten und zuvor hatte ich eine Menge berufliche und private Dinge zu erledigen, dass ich einfach keine Zeit fand, meine philosphischen Gedanken ins Internet zu tippen. Aber nun bin ich ja wieder da und ausgeruht, sodass der Blog wieder regelmäßiger gepflegt wird.

Die letzen beiden Wochen war ich mit meiner besseren Hälfte auf Deutschlandrundreise. Die Idee war, in einem Aufwasch unsere Familien zu besuchen und dann wieder ein Jahr Ruhe vor der buckligen Verwandschaft zu haben. Und da unsere “Lieben” in allen Ecken Deutschlands verstreut lebe haben wir mit dieser Hau Ruck Aktion bis auf Bremen, Saarland und Schleswig Hollstein wohl alle Bundesländer der germanischen Republik zumindest durchfahren. Leider hatte es das Wetter nicht so gut mit uns gemeint.  Ist aber typisch. Im  Urlaub ist das Wetter schlecht und sobald man wieder im Büro sitzt solls wieder 30 Grad Celsius geben.

Aber eine Menge lustige Dinge haben wir gesehen. Schön war das Ausbrennen eines VW Golfs auf Rügen, der 10 m von unserem Gefährt entfernt stand. Leider macht meine Handykamera keine guten Nacht (nein, nicht NACKT!) -fotos. Das imposante Gesamtkunstwerk hätte ich gerne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das war besser als jedes Feuerwerk. Insbesondere der frische Geruch von verkohltem Gummi und Kunstoff wäre eine Bereicherung für jede Kampfgasproduktion gewesen. Aber als Bewohner Münchens ist die Lunge von Feinstaub und sonstigen Abgasen bereits so abgehärtet, dass uns der schwarze Qualm gar nicht so belastend auffiel wie manch anderem Schaulustigen, der veweichlicht, sich ein Taschentuch oder Schal vors Gesicht drückte.
Ansonsten blieb mir noch eine Autobahnraststätte in den Neuen Bundesländern in Erinnerung, die jedem Cowboynest im Mittleren Westen der USA zu Ruhme greicht hätte. Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Leipzig an, wenn man so möchte. Aber glaube ja keiner, dass man da eine ehrliche Soljanka bekommen hätte! Um dieses Juwel der realexistierenden russisch-ostdeutschen Küchenfreundschaft zu finden mußten wir bis an den nordöstlichsten Zipfel Deutschland reisen. Dafür war sie um so leckerer.

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