Archiv für Juni, 2009

Mit Sperma gegen Fältchen und Falten

Antifaltencreme mit Sperma

Antifaltencreme mit Sperma

Kürzlich stieß ich in einer Frauenzeitschrift auf einen kleinen Artikel, der über neueste Beautycremes und Anti-Aging Mittelchen aus den USA berichtete. Da war doch tatsächlich von Sperma und Schneckensekret als Inhaltstoffen die Rede. Natürlich hat das mein Interesse geweckt und tatsächlich, ein bisschen google- Recherche und die ersten Treffer zum besagten Produkt waren gefunden. Es gibt sie wirklich, diese Creme, sie stammt aus Norwegischen Laboren, die Produkserie heißt - wie passend - “SkinScience Spermine” und das Einsteigertübchen zur Behandlung müder Augen gibts schon für 49 Euro (special offer!).

Ich lerne, dass Spermine, eine Substanz gewonnen aus menschlichem Sperma, das neue Wundermittel gegen Falten sein soll und damit zu ewiger Jugend verhilft. Mit seinem enorm hohen Anteil an Anti-Oxidantien glättet es die Haut 30 Mal stärker als konventionelle Produkte basierend auf Vitamin E und ist somit das Non-plus-ultra, um alternde Haut den Look eines frischgepuderten Babypopos zu verleihen. Immerhin, der Erfinder der Creme scheint sich wirklich Gedanken zu seinem Produkt gemacht zu haben. Aber es ist auch schwer, sich immer wieder etwas neues einfallen zu lassen, was man in Cremes und Tinkturen mischen kann. Vom Kaviar über japanischen Hochseetang bis hin zum echten Gold wird mittlerweile ja schon so ziemlich alles in neue Pflegeprodukte gemischt, in der Hoffnung wohlhabende alternde Kunden zu finden, die sich gerne für das Versprechen ewiger Jungend melken lassen. Zum Rest des Beitrags »

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Was man heute trägt

Seit langem habe ich meiner alten Heimat im Schwarzwald einen Besuch abgestattet. Abgesehen davon, dass ich immer wieder gerne meine Eltern besuche, nutze ich gerne die Gelegenheit, den Inhalt meines Kleiderschranks mit dem einen oder anderen Kleidungsstück zu ergänzen. Das hat nicht unbedingt damit etwas zu tun, dass es dort eine besonders breite Auswahl an derrier crie Modeläden und Stylingshops gäbe. Dieser Umstand ist mehr der Tatsache geschuldet, dass sich in der Provinz einfach weit entspannter einkaufen lässt als in München an einem Samstag. Eigentlich ist das schon ein recht obskurer Zustand. Da gehen Großstädter in der Provinz einkaufen weil die Stadt, in der man lebt, am einzigen Tag, an dem ein fleißig arbeitendes Mitglied der Gesellschaft Zeit zum shoppen findet, von Brüder und Schwestern aus dem näheren und weiteren Umland überschwemmt wird. Für mich wird so jeder Versuch, ein passendes Outfit für die kommende Saison zu finden, zum Horrortrip. Ich denke mir, so müssen schwerst Drogenabhängige fühlen, wenn sie sich an einem kalten Entzug versuchen. Dies äußert sich in Herzrasen, kaltem Schweiß, einem Stresshormonpegel wie der eines Top-Gun Pilot beim Luftkampf gegen den bösen Russen und konstantem Tunnelblick. Zum Rest des Beitrags »

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