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	<description>100% wahre Reports aus dem harten Alltag</description>
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		<title>Vintage Computer Festival – wenn Nerds in die Jahre kommen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 15:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>

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		<description><![CDATA[Bsuch auf dem Vintage Computer Festival Europa in M&#252;nchen. Tolle Eindr&#252;cke, alte Rechner und lustiges Puplikum machten die Veranstaltung zum Top-Event - zumindest wenn man auf The Big Bang Tehory steht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-430" title="Vintage Computer Festival  2012" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/05/Vintage-Computer-Festival-2012-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" />Dieses Wochenende besuchten Susanne und ich eine ganz besondere Veranstaltung. Meine Kollegin Jessy wies mich darauf hin,  dass in M&#252;nchen das gr&#246;&#223;te <a title="Vintage Computer Festival Europa." href="http://www.vcfe.org/D/" target="_blank">Vintage Computer Festival</a> in Europa stattfinden w&#252;rde. Sie wisse das, da sie Besuch aus Oldenburg bekomme. Ihr Bekannter betreibe dort das <a title="Cpmputermuseum Oldenburg" href="http://www.computermuseum-oldenburg.de/">Computermuseum</a> und der m&#252;sse unbedingt auf die Veranstaltung nach M&#252;nchen, um dort ausrangierte Computer  zu bewundern und mit deren Besitzern zu fachsimpeln. Bestimmt wird er auch den ein oder anderen selbstgebrannten EEPROM und Schaltplan ausgetauscht haben, um eines seiner 30 Jahre alten Juwele wieder zum Piepsen zu bringen.  Nat&#252;rlich war sofort Feuer und Flamme und zerrte Susanne trotz tropischen Temperaturen zu dieser Veranstaltung der etwas anderen Art. Ich liebe die Serie „Big Bang Theory“, in der es um vier verschrobene Geeks geht, die zwar hochintelligent sind, aber in allt&#228;glichen zwischenmenschlichen Dingen eher unbeholfen von einem Fettn&#228;pfchen ins n&#228;chste stolpern. Auf dieser Computermesse w&#252;rde ich eben diese exotischen Exemplare der menschlichen Rasse bewundern k&#246;nnen. Und ja, es reizte mich auch etwas in der guten alten Homecomputer Zeit schwelgen k&#246;nnen, als ein 8-Bit Rechner mit Floppy Disc noch ein B&#252;ffel  unter den digitalen Rechenmaschinen und gef&#252;hlt ein HAL 9000 f&#252;r den Hausgebrauch war.</p>
<p>Schon beim Ausgang der S-Bahn Station war sofort erkenntlich, wer von den Fahrg&#228;sten vom Einkauf in der Innenstadt auf dem Weg nachhause war und wer auf dem Weg zur Computer Convention. Bleiche H&#252;nen mit Pferdeschwanz, schwarzen Black Sabath T-Shirt und schweren Silberschmuck waren ebenso anzutreffen wie &#228;ltere Herren mit korrekt sitzender beiger  Bundfaltenhose, schlammfarbenem Hemd, Nerdbrille (welche die Person schon seit 20 Jahren auf der Nase tr&#228;gt, weil sie praktisch ist und nicht weil Berlin Mitte Hipster die unf&#246;rmigen Dinger als neuestes It-Accesoire f&#252;r sich entdeckt haben) und graumelierten Scheitel – Typ Mathematik- und Physiklehrer Oberstufe.</p>
<div id="attachment_432" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://www.muenzi.de/computer/vintage-computer-festival-wenn-nerds-in-die-jahre-kommen/attachment/robotron/" rel="attachment wp-att-432"><img class=" wp-image-432 " title="Robotron" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/05/Robotron-500x299.jpg" alt="" width="400" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Robotron - fromsch&#246;n und DAS Ger&#228;t der Wahl, wenn Erich Honecker Lust auf eine Runde Tetris spielen bekam</p></div>
<p>Der Eintrittspreis war mit 5 Euro pro Person eher symbolisch zu nehmen und schon war der Weg frei zu einer Sporthalle voller Computersch&#228;tze, Second Hand Equipment mit besonders dickem Patina, russischen, sozialistischen Steckeranschl&#252;sse, die jeden atomaren Angriff des Westens unbeschadet &#252;berlebt h&#228;tten und Computerb&#252;cher zu Betriebssystemen, von denen noch nie ein Mensch zuvor geh&#246;rt hat. Neben Klassikern der Computer Historie wie den liebevoll als „Brotkasten“ bezeichneten Commodore C64 mit seinem unglaublich langsamen Floppy Disc Laufwerk fanden sich auch funktionst&#252;chtige Next Workstation (der Kenner wei&#223;, das waren die Supercomputer, die Steven Jobs nach seinem Rausschmiss bei Apple baute und leider nie gro&#223;e Verbreitung fanden, weil sie der Zeit voraus und so teuer waren wie ein Ford Fiesta mit Sportfahrwerk und Rallye Streifen). Ein Sammler brachte sogar den Ur-Apple I mit, original im selbstgezimmerten Holzgeh&#228;use und Mini Bildschirmr&#246;hre.</p>
<div id="attachment_441" class="wp-caption alignright" style="width: 415px"><a href="http://www.muenzi.de/computer/vintage-computer-festival-wenn-nerds-in-die-jahre-kommen/attachment/impressionen/" rel="attachment wp-att-441"><img class=" wp-image-441  " title="Impressionen" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/05/Impressionen-500x299.jpg" alt="" width="405" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen gef&#252;hlte 100 Jahre Computergeschichte auf einem Fleck aus</p></div>
<p>Ieressant fand ich auch einen Robotron Computer, der in den neuen Bundesl&#228;ndern gebaut wurde, als diese noch SBZ hie&#223;, gebaut wurde. Optisch sah die Kiste schon ganz professionell aus. Das Innenleben war allerdings auch schon zu seiner Zeit nicht wirklich state of the art. Aber zum Berechnen von ballistischen Flugbahnen auf westlich imperiale Ziele wird sie schon gereicht haben.</p>
<p>Bemerkenswert war auch die Auswahl von Spieleautomaten, die irgendwie die Jahrzehnte &#252;berlebt haben und sogar noch bespielbar waren. J&#252;ngere Generationen k&#246;nnen das ja nicht mehr verstehen, aber Spiele wie Gauntlet waren vor 30 Jahren tats&#228;chlich der ur- ur- ur- Opa von World of Warcraft, bei dem es darum geht, als Elf, Zauberer oder Barbar durch Labyrinthe zu marschieren, dabei viele b&#246;se Geister zu t&#246;ten und ab und an einen Schatz zu finden. Damals nur eben in 2D, 8-farb Gl&#246;tzlegrafik und nicht in Kino Leinwandqualit&#228;t wie heute. Das k&#246;nnte auch der Grund gewesen sein, dass die Problematik der Spielesucht damals noch nicht solch dramatische Dimensionen hatte wie heute – wenn es &#252;berhaupt dieses Problem gab.</p>
<div id="attachment_444" class="wp-caption alignleft" style="width: 399px"><img class="wp-image-444 " title="Spiele Fans" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/05/Spiele-Fans.jpg" alt="" width="389" height="232" /><p class="wp-caption-text">Echte Liebhaber beim Zocken. Die etwas andere Art des Brettspiels</p></div>
<p>Aber am interessantesten war mit Abstand das Publikum. Wie zu erwarten konnte der Frauenanteil in Promilles&#228;tze errechnet werden und der Rest waren Bilderbuch Nerds wie die Jungs, die mir schon bei der S-Bahn auffielen. So konnte ich T-Shirts am lebenden Menschen getragen sehen, die ich nur von der Webseite <a title="Thinkgeek - DER Onlineshop f&#252;r Nerds" href="http://www.thinkgeek.com/" target="_blank">thinkgeek</a> her kenne.  Besonders beeindruckte mich ein Mann mittleren Alters, der einen Aufdruck von Yoda auf der Brust trug, der mit „You off you fuck you must“ untertitelt war. Ein anderes herausragendes Exemplar der aktuellen Geek-Kollektion 2012 trug wiederum ein Herr mittleren Alters mit undefinierbarer Sturmfrisur und Nickelbrille. Auf seinem Bauch spannte sich eine stilisierte, angebissene Wurst (vom Apple Logo entlehnt) und drunter stand Wurst.</p>
<p>Als Highlight kann ich noch berichten, dass wir vom Veranstalter pers&#246;nlich angesprochen wurden, der uns nach unserer Meinung zu diesem Event fragte. Nat&#252;rlich prima, was auch stimmte. Aber nach einer Stunde sind wir dann doch wieder aufgebrochen. Zuviel Geek- und Nerdkultur ist auch f&#252;r mich nicht so leicht zu verkraften und dazu war es noch br&#252;llend hei&#223; in der Halle. Die ollen Kisten m&#252;ssen ganz schon Saft gezogen haben. Ich glaube damals hatte man es noch nicht so mit Stromsparen wie heute. Wir h&#228;tten noch diverse Vortr&#228;ge anh&#246;ren k&#246;nnen, die „Die Zork-Maschine“, „i860 – Architektur und Anwendung“ oder  ganz spannend „Technische Konzepte des ZX81 Emulator AX81“ zum Thema hatten (wenn das nicht „Big-Bang-Theory“ in echt ist wei&#223; ich auch nicht). Wir belie&#223;en es aber mit der W&#252;rdigung der ausgestellten Exponate und verlie&#223;en die Veranstaltung mit einem L&#228;cheln und Erinnerungen von der Guten alten Computerzeit, um den sonnigen Nachmittag beim Eis bei unserem Eisdealers unseres Vertrauens ausklingen zu lassen.</p>
<p>Sollte sich wieder so ein Event bei uns in der N&#228;he werde ich unbedingt wieder vorbeischauen. Und ich kann das auch nur jedem Nostalgiker empfehlen, der wie ich seine ersten Computergehversuche mit Fernsehbildschirm, Basic und Format D: gemacht hat. Es war ne lustige Zeit, als man die neuesten Spiele noch &#252;ber dunkle Kan&#228;le auf dem Schulhof getauscht hat und sie nicht wie heute einfach mal kurz „ausm Netz“ zieht. Spannend zu &#252;berlegen, wie eine Computer Vintage Messe in 30 Jahren aussehen wird und dort die ersten iPads und Android Smartphones ausgestellt werden und die heutigen Kids begeistert ausrufen werden: „geil, mit dem Ger&#228;t hab ich meine erste Video-MMS an meine damalige Freundin verschickt! Sowas gibt’s heute ja gar nicht mehr…!“.</p>
<div id="attachment_445" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-445" title="CPC 664" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/05/CPC-664.jpg" alt="" width="600" height="359" /><p class="wp-caption-text">Und als kr&#246;nender Abschlu&#223;: das war mein erster eigener Computer. Bitter vom eigenem Geld erspart und entsprechend geliebt. Meiner funktioniert allerdings nicht mehr, sofern mein alter Herr die Kiste nicht schon l&#228;ngst beim Kellerentr&#252;mpeln entsorgt hat.</p></div>
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		<title>Gesch&#252;ttelt, nicht ger&#252;hrt…</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 14:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer konsumgetriebenen Welt gibt es viele Dinge, welche die Menschheit nicht braucht, so auch das innovative Produkt des Sp&#228;tzle Shakers. Er geh&#246;rt zu den Dingen, die man kauft, um sie dann nach ein- bis zweimaligen Nutzen in die dunkelsten Katakomben eines vergessenen K&#252;chenschrankes zu verbannen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.muenzi.de/allgemein/geschuttelt-nicht-geruhrt/attachment/spatzleshaker/" rel="attachment wp-att-418"><img class="alignleft size-medium wp-image-418" style="margin: 7px;" title="Sp&#228;tzleshaker" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/03/Sp%C3%A4tzleshaker-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a>In unserer konsumgetriebenen Welt gibt es viele Dinge, welche die Menschheit nicht braucht, die dennoch von mehr oder weniger findigen Forschergehirnen erdacht und dann von Marketingstrategen und Werbegurus an den Konsumenten gebracht werden, die bis dato gar nicht wussten, wie ungl&#252;cklich ihr Leben bisher war, als sie diesen superpraktischen K&#228;se in Spraydosen und diese zauberhafte Feenschale mit liegendem Einhorn noch nicht ihr eigen nennen konnten. (Herzu unbedingt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3SZ4ekVzluQ">http://www.youtube.com/watch?v=3SZ4ekVzluQ</a> ansehen. Viel Spa&#223; beim weinen, entweder vor Lachen oder aus Verzweiflung &#252;ber die Abstrusit&#228;ten des Alltags).</p>
<p>K&#252;rzlich fand ich in der K&#252;chen- und Topfabteilung eines gro&#223;en Handelshauses wieder solch ein Juwel der sinnlosen Ressourcenverschwendung und der Dinge, die man kauft, um sie dann nach ein- bis zweimaligen Nutzen in die dunkelsten Katakomben eines vergessenen K&#252;chenschrankes verbannt zu werden. 15 Jahre sp&#228;ter tauchen dann diese Dinge auf Flohm&#228;rkten als Gratisbeigabe zur Jahresausgabe Readers Digest 1978 auf, nur damit das Zeug endlich aus dem Haus kommt. Beim flanieren zwischen Sch&#252;sseln, Sparsch&#228;lern und Pfefferm&#252;hlen stoppte ich abrupt bei der Auslage von „Sp&#228;tzle Shakern“, die sehr prominent drapiert, wohl dringend verkauft werden mussten. Als begnadeter Hobbykoch, geb&#252;rtiger Badner und bekennender Randschwabe liegt mir das Sp&#228;tzleschaben damit sozusagen in den Chromosomen. Und ja, ich gestehe, ich habe noch nie in meinem Leben fertige Sp&#228;tzle gekauft, sondern immer ehrlich handgeschabt vom geerbten Sp&#228;tzlebrett meiner Mutter. Ich habe nichts gegen Innovationen, auch nicht in der K&#252;che, aber mir war auf dem ersten Blick klar, dass das Konzept des Sp&#228;tzle Sch&#252;ttlers nie und nimmer funktionieren kann.</p>
<p>Von der Namensgebung „Sp&#228;tzle Shaker“ mal abgesehen, der wie eine spezielle Praktik in einem schw&#228;bischen Swinger-Club klingt, sieht das Ding auch aus wie eine professionelle Onanierhilfe f&#252;r M&#228;nner, wie sie in einschl&#228;gigen Fachgesch&#228;ften unter dem Namen Flashlight angeboten wird. Lediglich die Auswahl zwischen genoppt, gerippt und ultrastrong ist beim Sp&#228;tzlesch&#252;ttler nicht gegeben. Hier kann der K&#228;ufer nur wischen verschiedenen Deckelfarben w&#228;hlen, wohl um sich den Shaker passend zum K&#252;cheninterieur auszusuchen. Allgemein scheint mir das ganze Konzept &#252;berhaupt eher f&#252;r m&#228;nnliche K&#252;chenfeen ausgelegt zu sein, von der Optik einmal abgesehen. Das rhythmische  Sch&#252;tteln aus Hand und Oberarm beherrschen m&#228;nnliche Erdbewohner sp&#228;testens mit der Adoleszenz fehlerfrei und wenn dabei gleichzeitig der Bi- und Trizeps trainiert werden kann das nur als Pluspunkt gewertet werden.</p>
<p>Nun zu den inneren Werten, die mich kopfsch&#252;tteln lassen. Die vielzitierte schw&#228;bische Hausfrau wei&#223;, dass ein Sp&#228;tzleteig geschlagen werden muss, bis er Blasen wirft – und das geht ordentlich in die Arme. Der f&#252;r den Laien leicht verst&#228;ndlich au&#223;en am Shaker angebrachten Rezeptur sieht das geschulte Auge sofort an, dass der Teig nur die Konsistenz von Diarrhoe haben kann und das hat f&#252;r mich irgendwie so gar nichts mit dem schw&#228;bischen Nationalgericht zu tun. Die abartige Konsistenz muss aber so d&#252;nn sein, damit man die Suppe mit lockeren Kreisbewegungen direkt ins kochende Wasser sch&#252;tten kann, wo die sogenannten Sp&#228;tzle dann zum verzehrbaren schw&#228;bischen K&#252;chenklassiker garen k&#246;nnen. Und hier scheint es ein Kochwunder zu geben. Wie organisiert sich unstrukturierte Materie wie fl&#252;ssige Suppe zu einem Sp&#228;tzle, blo&#223; weil es in siedendes Wasser gelangt ist. Gibt der Wundershaker dem Sp&#228;tzleteig geheime Instruktionen mit, so wie wir es von der Potentierung aus der Hom&#246;opathie kennen?</p>
<p>Immerhin geh&#246;ren zum Sch&#252;ttelset auch zwei Stahlkugeln, die kraft ihres Vorhandenseins wahrscheinlich die Sch&#252;ttelanstrengungen des Kochs potenziell ins unermessliche verst&#228;rken sollen. Hier stellt sich mir als kritischer Konsument die n&#228;chste Frage: wie bekommt man nach getaner Arbeit das Halbe Kugellager zum Reinigen wieder aus der zylinderf&#246;rmigen Shaker? Wer schon mal Teig gemacht hat wei&#223;, dass die St&#228;rke im Mehl ziemlich leicht zum Superkleber neigt und dass gebrauchtes Sp&#228;tzlegeschirr gelinde gesagt eine ziemliche Sauerei ist, die man schnell absp&#252;lt, sonst kann man die teigigen Reste mit Hammer und Mei&#223;el entfernen. Einfach Wasser in den Shaker reinlaufen lassen und hoffen, dass die Kugeln so an die Oberfl&#228;che kommen wird bei Edelstahl nicht klappen. Muss der Sp&#228;tzlekoch nun nach getaner Arbeit mit seinen Fingern in der klebrigen Masse w&#252;hlen und hoffen, dass er die Kugeln findet ohne sich allzu sehr einzusauen?</p>
<p>Liebe Leser, der jetzt Lust auf eine Portion ehrliche K&#228;ssp&#228;tzle bekommen hat. Macht’s wie ich und schlagt den Teig in einer old school Sch&#252;ssel mit einem Kochl&#246;ffel und schabt ihn entweder per Sp&#228;tzlebrett oder Sp&#228;tzlehobel (f&#252;r Faule) ins heisse Wasseer und spare sich das Geld f&#252;r dieses neue K&#252;chentool namens Sp&#228;tzle Shaker. Au&#223;er Sie m&#246;chten das Ding in 15 Jahren auf dem Tapeziertisch ihres Flohmarktstands auslegen und der interessierten Kundschaft erkl&#228;ren, dass sie das Ger&#228;t umsonst bekommen, wenn er daf&#252;r die Jahresausgabe Readers Digest 1978 kauft, die sich wenigstens dekorativ im Wohnzimmerschrank macht.</p>
<p>PS: wer den Sp&#228;tzle Shaker im Alltagstest sehen m&#246;chte, dem m&#246;chte ich <strong><span style="color: #ff00ff;"><a title="Sp&#228;tzle Shaker im Test" href="http://www.youtube.com/watch?v=zuwxudIZFfQ" target="_blank"><span style="color: #ff00ff;">dieses unterhaltsame Video</span></a></span></strong> ans Herz legen. Menschen, die den Satz „Schaut aus wie frisch nagwixt“ pikierlich finden, denken Sie sich lieber ein langes „Piep“ dar&#252;ber <img src='http://www.muenzi.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Road to Nowhere</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 16:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben ein neues Navigationsger&#228;t und gleich beim ersten Ausprobieren mussten wir feststellen, dass so ein Ger&#228;t richtig zu programmieren eine mittlere Kunst ist. Immerhin haben wir so einen spannenden und unterhaltsamen Sonntag Nachmittag erlebt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_413" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.muenzi.de/allgemein/road-to-nowhere/attachment/wegweiser-neu/" rel="attachment wp-att-413"><img class="size-medium wp-image-413" title="wegweiser-neu" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2012/02/wegweiser-neu-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Ein neues Navi KANN den Weg zeigen, MUSS es aber nicht</p></div>
<p>Vor kurzem sa&#223; Susanne abends am Laptop und fragte mich, was sie denn mit den vielen Millionen Flugmeilen tun solle, die sie im Laufe des letzten Jahres auf Firmenkosten zusammengejettet hatte und die zu Schade seien, sie verfallen zu lassen. Wir wollten es uns nicht einfach machen und die Mailen einfach in zwei Tickets in die Karibik eintauschen, sondern etwas N&#252;tzliches aus der gro&#223;en Auswahl an Koffern, Kaffekannen, Wolldecken und Schlafmasken-plus-Ohrenst&#246;psel-Sets aussuchen. Schlicht und einfach, weil die First Class Tickets auf die Bahamas noch die Zuzahlung eines gut ausstaffierten Kleinwagens inklusive dem dazugeh&#246;rigen Set an neuen Winterreifen gekostet h&#228;tte. Wir bewiesen also Flexibilit&#228;t und entschieden uns, ein neues Navigationsger&#228;t f&#252;rs Auto statt der Traumreise zu nehmen. Nicht zuletzt deshalb, da unser alter satellitengest&#252;tzter Pfadfinder noch das Kartenwerk von Christopher Columbus sein eigen nannte und wir immer h&#228;ufiger das Gef&#252;hl hatten, dass das Ger&#228;t die von uns eingegebenen Adressen als „terra incocnita“ identifizierte.</p>
<p>Letztes Wochenende war es dann soweit. Nachdem wir uns f&#252;r einen Ausflug nach F&#252;rstenfeld „aufs Land“ entschieden hatten schlug ich vor, die Route doch mal von unserem neuen Begleiter berechnen zu lassen, der bis dahin ausgepackt und voreingestellt auf unserem Wohnzimmertisch die Rolle eines weiteren Staubf&#228;ngers &#252;bernommen hatte. Nachdem ich als Co-Pilot das Navi an der Windschutzscheibe angebracht und mit den Zielinformationen programmiert hatte freuten wir uns die freundliche Stimme „Peter“ zu h&#246;ren, der uns die Direktive gab „bitte rechts“ zu fahren. Kurz darauf sollten wir laut Peter die n&#228;chste Abfahrt wieder rechts abbiegen. Susanne und ich waren uns einig, dass das eigentlich nicht der schnellste Weg nach F&#252;rstenfeld sein konnte. Darum entschieden wir uns, einfach weiter gerade aus zu fahren. Vom Vorg&#228;ngerger&#228;t wussten wir ja, dass sich das Navi irgendwann neu berechnen und uns eine andere Route nennen w&#252;rde. Das tat Peter aber nicht. Bei jeder Kreuzung und bei jeder noch so unm&#246;glichen Verkehrssituation verlangte er „an der n&#228;chsten Kreuzung bitte rechts abbiegen“ oder gleich „an der Ampel bitte wenden“.</p>
<p>Nach 10 Minuten gab ich das Ziel von neuem ein. Es k&#246;nnte ja sein, dass das Ger&#228;t vielleicht auf eine falsche Satellitenpeilung eingestellt war oder irgendwas beim ersten einprogrammieren wurde nicht richtig &#252;bernommen. Wir fuhren also rechts ran, starteten und programmierten das Navi neu und lie&#223;en es die hoffentlich richtige Route berechnen. Nach „die Route ist berechnet“ steuerte Susanne den Wagen stur weiter in die richtige Richtung. Nur Peters Stimme mahnte wieder, wir sollen rechts abbiegen oder noch besser am besten gleich umdrehen. Dann kam mir die Idee das gleiche Ziel doch einmal in das alte Navigaitonsger&#228;t einzugeben, dass uns von einigen ihm unbekannten Orte abgesehen, noch immer an das gew&#252;nschte Ziel gebracht hat. Damit wir die beiden nun parallel arbeitenden Navis auch akustisch unterscheiden konnten stellte ich das alte Navi auf die weibiche Stimme namens „Carola“. So kam es, dass wir durch M&#252;nchen fuhren und dabei einer Kakofonie an Wegbeschreibungen und Stimmen lauschten, die unterschiedlicher nicht sein konnte. Aber: Carola &#252;berzeugte im Gegensatz zu Peter mit Ortskenntnis und w&#252;rde uns wirklich aus M&#252;nchen hinaus f&#252;hren. Da mein wissenschaftlicher Trieb nun geweckt war  bestand jedoch darauf, doch einmal nach Peters Anweisungen zu fahren. Vielleicht kennt der ja einen ganz besonderen Weg. Schlie&#223;lich hat er die neuesten Karten on Board und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das neue Navi ein Montagsger&#228;t mit Orientierungsproblemen sein sollte. 20 Minuten und viel Gen&#246;rgel von Susanne sp&#228;ter standen wir wieder vor unserem Haus. Sprich, Peter war auf „Heimat“ eingestellt gewesen und wollte uns die ganze Zeit nach Hause bringen.</p>
<p>Nun nahm sich Susanne die Sache an und programmierte ihrerseits Peter mit den gew&#252;nschten Zielkoordinaten. Und voilá, pl&#246;tzlich geht’s! Da arbeite ich nun seit 13 Jahren im Onlinebusiness und verbringe t&#228;glich viele Stunden mit neuester Software und Datenbanken und dann reicht dieses Know-how nicht einmal aus, ein triviales Navigationsger&#228;t zu programmieren, das jeder RTL2 Zuschauer zwischen dem &#214;ffnen der Karskrone Bierflasche und dem Umbl&#228;ttern der SuperIllu hin bekommt.</p>
<p>Epilog: nachdem Peter nun wusste, wo er uns hinbringen sollte und er uns kurz vor F&#252;rstenfeld wie der Stern zu Betlehem die Heiligen drei K&#246;nige zur Krippe leitete, kam kurz vor Freising die Verkehrsmeldung, dass die Stadt wegen einer Veranstaltung gesperrt sei. Wir sollten unser Ziel also nie erreichen. So etwas nennt man einen Run… Das Ende vom Lied war der Abstecher zu einem McDonalds vor F&#252;rstenfeld, wo wir uns einen Kaffee g&#246;nnten. Danach stiegen wir wieder ins Auto, stellten unser neues Familienmitglied auf „Home“, denn wir wussten ja schon, dass das neue Navi den Weg dorthin auf jeden Fall finden w&#252;rde und gingen wie jeden Sonntag noch etwas an der Isar spazieren.</p>
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		<title>Advent am Tegernsee</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 12:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Prachtexemplar von Adventskranz haben wir gerade faszinierend preiswert w&#228;hrend eines Spaziergangs am Tegernsee bei einem kirchlichen Adventsverkauf k&#228;uflich erstanden. Er wurde sozusagen von gl&#252;cklichen Landfrauen gebunden. Ich bin sicher,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="display:block;margin-right:auto;margin-left:auto;" alt="image" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/11/wpid-IMAG0652.jpg" /></p>
<p>Dieses Prachtexemplar von Adventskranz haben wir gerade faszinierend preiswert w&#228;hrend eines Spaziergangs am Tegernsee bei einem kirchlichen Adventsverkauf k&#228;uflich erstanden. Er wurde sozusagen von gl&#252;cklichen Landfrauen gebunden. Ich bin sicher, er wird uns die dunklen Tage bis Weihnachten besonders hell erleuchten. <br />
So, und nachdem sich damit auch bei mir langsam das weihnachtliche Gl&#252;hweingef&#252;hl einstellt, wird es auch sch&#246;n wieder Zeit, einen Gl&#252;hweinstand aufzusuchen, der nicht Sonderm&#252;ll mit Industriealkohol f&#252;r Preise eines Grand Crux verkauft. Das d&#252;rfte sich schwieriger erweisen, als einen h&#252;bschen Adventskranz auf dem Land zu finden.</p>
<p><span class="post_sig">Posted from WordPress by mobile phone</span></p>
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		<title>Die Kunst der Stra&#223;e – munichstreetart.com</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 15:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe ein neues Hobby. Wenn man &#252;berhaupt von einem Hobby sprechen kann. Faszinierender weise umfasst es so ziemlich alles, was einem distinguierten, urbanen  Mann mittleren Alters Spa&#223; macht (von...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_380" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-380" title="wpid-1317818320763.jpg" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/10/wpid-1317818320763-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /><p class="wp-caption-text">Graffitis - wenn das keine Kunst ist? Ein Baselitz hat schon Schlimmerers f&#252;r viel Geld als Kunst verkauft</p></div>
<p>Ich habe ein neues Hobby. Wenn man &#252;berhaupt von einem Hobby sprechen kann. Faszinierender weise umfasst es so ziemlich alles, was einem distinguierten, urbanen  Mann mittleren Alters Spa&#223; macht (von viel zu jungen Frauen in zu knappen R&#246;ckchen und Bl&#252;schen mal abgesehen) – moderne Kunst, High-Tech und Spieltrieb. Und das Beste daran, es kostet so gut wie nichts! Es handelt sich hierbei um das unglaublich preiswerte Vergn&#252;gen Stra&#223;enkunst zu entdecken, fotografieren und auf einem Blog hochzuladen, damit der Rest der Welt an der Sch&#246;nheit der Kunst teilhaben kann.<span id="more-382"></span></p>
<p>Das Ganze hat sich mehr entwickelt, als dass es geplant war. Vor einiger Zeit kam ein Bericht &#252;ber Streetart im Fernsehen. Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass nicht alles, was an W&#228;nde gespr&#252;ht und geklebt wird bl&#246;dsinnige Schmiererei ist, sondern teilweise einen richtig hohen k&#252;nstlerischen Anspruch hat. Kurz darauf h&#246;rte ich beim joggen einer meiner Nerd-Podcasts einen Bericht, der zuf&#228;llig auch das Thema Streetart zum Thema hatte. Interessanterweise fielen mir w&#228;hrend des Joggens und des Zuh&#246;rens eine Menge Graffitis, Stencils und Sticker auf, auf die ich sonst nie geachtete h&#228;tte. Derart sensibilisiert l&#228;uft es sich gleich ganz anders durch die Schluchten der Gro&#223;stadt. Selbst M&#252;nchen, das man mit seinem konservativen Savoir-vivre wohl schwerlich als klassisches Graffiti Eldorado bezeichnen kann, hat f&#252;r das ge&#252;bte Auge eine Menge Preziosen zu bieten.</p>
<div id="attachment_381" class="wp-caption alignright" style="width: 189px"><img class="size-medium wp-image-381" title="wpid-1319374504026.jpg" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/10/wpid-1319374504026-179x300.jpg" alt="" width="179" height="300" /><p class="wp-caption-text">auch das ist Kunst. Ein lustiger Sticker auf einem Stra&#223;enschild</p></div>
<p>Seit ein paar Monaten habe eine kleine Webseite aufgesetzt, auf der ich nun Fotos von Streetart mittels meines Smarthphones (ich berichtete) sozusagen „on the go“ und total „realtime“ hochlade. Und das faszinierendste: mittels GPS-Daten, die ich mitangebe, lassen sich die gefunden Kunstwerke f&#252;r jedermann wiederfinden, so er denn den link zum Bild anklickt und sich die Stra&#223;enkarte anzeigen l&#228;sst. Die moderne Technik macht das auch f&#252;r technisch wenig Versierte wie mich m&#246;glich. (Wieso k&#246;nnen DVD Rekorder nicht so einfach programmiert werden?) Endlich macht ein Smartphone Sinn und ich wei&#223;, warum ich schon immer eines gebraucht habe! Der neue, strahlende Stern der Subkultur Websites l&#228;sst sich &#252;brigens unter <a title="munichstreetart.com" href="http://www.munichstreetart.com/">www.munichstreetart.com</a> finden.</p>
<div id="attachment_386" class="wp-caption alignleft" style="width: 189px"><a href="http://www.muenzi.de/allgemein/streetart/attachment/ska-against-racism/" rel="attachment wp-att-386"><img class="size-medium wp-image-386 " title="Ska against Racism" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/10/Ska-against-Racism-179x300.jpg" alt="" width="179" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart will nicht nur untehralten sonder ist auch h&#228;ufig politisch</p></div>
<p>Das Ganze ist wie Ostereier suchen, nur eben nicht auf eine kurze, von christlichen Dogmen vordefinierte Zeitspanne sondern f&#252;rs Ganze Jahr. Das Entdecken eines neuen Motivs findet erfreut diebisch und das Belohnungszentrum im Stammhirn bedankt sich mit der Aussch&#252;ttung von Endorphinen. Nur statt des Aufhebens des Eies wird von dem Kunstwerk ein Foto geschossen und statt sich zu &#252;berlegen, wie viele gekochte Eier den Cholesterinspiegel zum Platzen bringt oder wie viel Eiersalat sinnvoll eingefroren werden kann ohne den Eisschrank zu &#252;berf&#252;llen, l&#228;dt man hier seine Troph&#228;e mit einem Knopfdruck auf eine Internetseite, an der sich alle Menschen erfreuen k&#246;nnen, so sie sich denn &#252;berhaupt auf munichstreetart verirren sollten. Noch ist das &#246;ffentliche Interesse auf mich und meine n&#228;here soziale Umgebung beschr&#228;nkt. Aber interessanter weise kommen etwa 30% der Internetzugriffe aus den Weiten des ehemaligen Sowjetreiches. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht wollen die Menschen dort auch einmal entartete Kunst des dekadenten Westens sehen.</p>
<p>Mittlerweile habe ich meinen Kunstsammelvirus sogar weitergegen. Meiner Kollegin Tanja, die mich in Mittagspausen auf ausgedehnte Erkundungsspazierg&#228;nge um unser B&#252;ro begleitet, habe ich nun ebenfalls die Software installiert, um von ihrem Handy Fotos von Graffitis, Pochoirs, Paste-ups und Co. hochladen zu k&#246;nnen, die sie findet und f&#252;r ver&#246;ffentlichungsw&#252;rdig h&#228;lt.</p>
<p><span class="post_sig">Wer wei&#223;, sollte aus meinem kleinen Projekt irgendwann einmal eine gro&#223;e Sache werden, k&#246;nnte ich mich gut als Gallerist vorstellen, der ausges&#228;gte Mauerteile mit Graffitis von <a title="Banksy" href="http://www.banksy.co.uk/">Banksy </a>und <a title="Loomit" href="http://www.loomit.de">Loomit </a>zu einem H&#246;llenpreis verkauft. Das kann eigentlich nicht mehr lange dauern, jetzt, wo ich die urbane Kunstszene mit munichstreetart.com aufmische…<br />
</span></p>
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		<title>Der Bayer an sich hat ja kein Problem mit dem Selbstbewusstsein</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 12:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Erstaunlich, welche Devotionalien mitten in M&#252;nchen auf dem Marienplatz als nettes Souvenir k&#228;uflich zu erstehen sind. Das bittere dabei ist, solche T-Shirt werden von begeisterten M&#252;nchentouristen im Outback Australien,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_370" class="wp-caption alignleft" style="width: 189px"><a href="http://www.muenzi.de/allgemein/bla/attachment/wpid-imag0430-jpg-2/" rel="attachment wp-att-370"><img class="size-medium wp-image-370 " title="wpid-IMAG0430.jpg" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/10/wpid-IMAG0430-179x300.jpg" alt="" width="179" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bayrisches Selbstbewusstsein</p></div>
<p>Erstaunlich, welche Devotionalien mitten in M&#252;nchen auf dem Marienplatz als nettes Souvenir k&#228;uflich zu erstehen sind. Das bittere dabei ist, solche T-Shirt werden von begeisterten M&#252;nchentouristen im Outback Australien, dem Bibelg&#252;rtel im Mittleren Westen der USA und in den Luxusmalls von Dubai und Riad getragen. Aber Sch&#246;nheit und Humor liegen ja Gott sei Dank immer im Auge des Betrachters. In diesem Falle wohl eher auf der Brust des Tr&#228;gers.</p>
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		<title>Ich mache alles falsch</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 11:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich ein sehr informatives Video zum Thema Blogs gefunden. Die Darbietungsform mittels Handpuppen, die an geliebte Muppet Show Zeiten erinnern, tun den wahren Inhalten kein Abbruch. Die beiden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich ein sehr informatives Video zum Thema Blogs gefunden. Die Darbietungsform mittels Handpuppen, die an geliebte Muppet Show Zeiten erinnern, tun den wahren Inhalten kein Abbruch. Die beiden &#8220;Jungs&#8221; Fafa (eine Art durchgeknalltes B-H&#246;rnchen) und Mario (eine rote Boje mit einem Art traurigen Staubwedel als Haarersatz auf dem sonst kahlen Kopf) unterhalten sich, was ein Blog ist und was Blogger (also die Leute, die die Blogs schreiben, also so jemand wie ich) tun, um ihre Leser so lange wie m&#246;glich auf dem Blog zu halten und am besten noch dazu bringt, seine Kontaktdaten dazulassen.</p>
<p>Soetwas kann man ja immer mal brauchen. Und wenn es nur daf&#252;r gut ist, den neu gefundenen Freunden Mails mit Produktinformationen zu Haarwuchsmittel oder Medikamenten, die das vielleicht eingerostete Sexualleben auf erfreuliche Weise wieder in Fahrt bringen kann.</p>
<p>Also, ich kann da eine Menge Know-how mitnehmen. Und f&#252;r alle, die immernoch nicht kapiert haben, wieso man Blogs lesen soll sei dieser grandiose Film ebenso ans Herz gelegt. Am besten selber anschauen und schmunzeln. Als Leser eines intellektuellen Blogs wie muenzi.de gehe ich davon aus, dass meine Leser auch keine Probleme mit der englischen Sprache haben wird. Also, viel Spa&#223;!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/GIiZ6_yGm6M" frameborder="0" width="560" height="349"></iframe></p>
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		<title>Tarnanzug Bj&#246;rn</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 12:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[das Tarnwunder „Tarnanzug Bj&#246;rn“. Erst der zweite Blick erschlie&#223;t, dass das Dschungelfoto Tarnanzug Bj&#246;rn im Einsatz ist. Jeder Bundeswehr Ausbilder bekommt beim Anblick dieses Bildes feuchte Augen. Dieser Anzug besticht zudem durch seinen breiten Einsatzbereich. C-Movie Regisseure k&#246;nnen damit preiswert ein Monster aus dem Sumpf II Film drehen und auch beim Karneval ist man damit gut angezogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_375" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-375" title="tarnanzug bj&#246;rn" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/06/tarnanzug-bj&#246;rn.jpg" alt="" width="200" height="267" /><p class="wp-caption-text">Finde den Feind - dieser Anzug macht unsichtaber</p></div>
<p>Die Welt h&#228;lt immer wieder neue &#220;berraschungen bereit. Neulich fand ich auf unserem Wohnzimmertisch eine Werbebrosch&#252;re der Firma Forstbekleidung Schmidt – „Gutes Gewohnt G&#252;nstig“. Normalerweise schenke ich dieser Art der Werbung keine Beachtung und stecke sie direkt und ungesehen ins Altpapier. Nicht selten huscht mir dabei ein S&#228;tzlein wie „und f&#252;r so einen Sch… m&#252;ssen B&#228;ume sterben“ &#252;ber die Lippen.</p>
<p>Umso erstaunlicher war es, dass ausgerechnet diese Werbewerk meine Aufmerksam auf sich zog. Vielleicht waren es die adretten &#228;lteren Herren, die in frischgeb&#252;gelten Karohemden und Bundfaltenhosen in j&#228;gergr&#252;n, die noch nie en vogue gewesen sind, die mir mit ihrem entspannten Naturburschenl&#228;cheln eine Qualit&#228;tsoffensive versprachen. Vielleicht war es aber auch einfach nur eine h&#246;here Macht, die mir sagte, schau-das-an! Wie auch immer, es hat sich gelohnt.<span id="more-344"></span></p>
<p>Der 16 Seiten starke Katalog offeriert alles, was J&#228;ger, Naturburschen, preisbewusste Outdoorfreaks und deren Nachwuchs ben&#246;tigen, um von stolzen Zw&#246;lfendern und Gevatter Schwarzkittel nicht gesehen zu werden. Dort gibt es Jagdhemden der Modelle „M&#252;nchen“, „Passau“ oder „N&#252;rnberg“, die wahrscheinlich nur das ge&#252;bte Auge anhand der unterschiedlichen grau-gr&#252;n F&#228;rbung unterscheiden k&#246;nnen. Loden Kniebundhosen , die direkt aus einem F&#246;rsterliesl Heimatfilm der 50er Jahre entsprungen sein k&#246;nnten finden sich ebenso im Portfolio wie die Schmidts Gesundheitssandle „Housten“ die so aussieht wie sie hei&#223;t, gesund und bequem, aber nicht sch&#246;n. Lustig auch das kleine Detail, dass der K&#228;ufer von drei Moleskin-Hosen ein Jagdmesser Universal gratis dazubekommt.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es auch Waffentaschen in Tarnfleck und die Deerhunter Fleece Wendem&#252;tze, passend abgestimmt zu den Tarnhandschuhen mit griffiger Antirutsch-Verst&#228;rkung, damit die Flinte bei kalten Wintermorgen auf dem Hochsitz nicht durch die eisig gefrorenen H&#228;nde gleiten.</p>
<p>All das ist eigentlich gar nicht so faszinierend. Irgendwo muss der J&#228;ger ja sein Equipment herbekommen. Richtig gefesselt haben mich allerdings die Tarnanz&#252;ge f&#252;r Jung und Alt, die es zu kaufen gibt. Da l&#228;cheln Kinder in T-Shirts und Jacken und dunklen Wollm&#252;tzen, deren Outfit an Spednaz aus dem kalten Krieg erinnern. Mein erster Gedanke war, das ist das richtige Outfit f&#252;r Eltern, die ihre Kinder im Wald aussetzen und loswerden wollen. Adrett unter eine dichte Tanne gestellt und der Balg ist unsichtbar.</p>
<p>Leider gibt es das absolute Highlight der Tarnklamotten Kollektion nur in Erwachsenengr&#246;&#223;en.  Es handelt sich hier um das Tarnwunder „Tarnanzug Bj&#246;rn“. Erst der zweite Blick erschlie&#223;t, dass das Dschungelfoto Tarnanzug Bj&#246;rn im Einsatz ist. Jeder Bundeswehr Ausbilder bekommt beim Anblick dieses Bildes feuchte Augen. Das ist tarnen und t&#228;uschen auf Champions League Niveau. Wie sehr h&#228;tte ich seinerzeit einen solchen Anzug w&#228;hrend der Grundausbildung der Bundeswehr ben&#246;tigt. Wir hatten ja nix. Ein paar liebevoll am Helm drapierte &#196;stlein und Mose sowie etwas welke Farnbl&#228;tter an Rucksack und ABC Tasche und damit sollten wir „mit der Umgebung verschmelzen“. H&#228;tte ich Bj&#246;rn in meiner Ausr&#252;stung gehabt, ich w&#228;re von vielen Extra-ABC Alarmen und Liegest&#252;tzen verschont geblieben. Der Ausbilder h&#228;tte mich ja nicht gesehen und ich h&#228;tte ihm somit auch Grund geben k&#246;nnen, seine schlechte Laune gerade an mir auszuleben.</p>
<p>Dieser Anzug besticht zudem durch seinen breiten Einsatzbereich. C-Movie Regisseure k&#246;nnen damit preiswert ein Monster aus dem Sumpf II Film drehen und auch beim Karneval ist man damit gut angezogen. Und das alles f&#252;r den unschlagbaren Preis von nur 59 Euro (Transportbeutel inklusive)!</p>
<p>Interessenten der F&#246;rster Falkenau Kollektion und des Tarnanugs Bj&#246;rn im Besonderen finden alle Artikel nat&#252;rlich auch online auf <a href="http://www.forstbekleidungschmidt.de/">www.forstbekleidungschmidt.de</a> . Keine Angst, auch barockere Liebhaber von grau-gr&#252;ner Tarnkleidung werden f&#252;ndig werden. Die Gr&#246;&#223;en gehen von M bis 5XXL(! – ich wusste gar nicht, dass es solche Gr&#246;&#223;en &#252;berhaupt gibt). Fehlt nur noch die App, damit der moderne J&#228;ger auch auf der Pirsch die neue Kollektion Jagdhemden per iphone bestellen kann. Diese Saison soll ja mausgrau mit einem touch mauve derniere crie sein. J</p>
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		<title>Dinge, die die Welt nicht braucht, nie gebraucht hat und nie brauchen wird</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 15:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Es gibt Dinge in unserer modernen Welt, bei denen frage ich mich jedes Mal aufs Neue, wer sich so einen Bl&#246;dsinn ausgedacht hat, wenn ich darauf sto&#223;e. Eines dieser...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.muenzi.de/allgemein/dinge-die-die-welt-nicht-braucht-nie-gebraucht-hat-und-nie-brauchen-wird/attachment/wpid-imag0642-jpg/" rel="attachment wp-att-397"><img class="alignleft size-medium wp-image-397" title="wpid-IMAG0642.jpg" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/11/wpid-IMAG0642-179x300.jpg" alt="" width="179" height="300" /></a>Es gibt Dinge in unserer modernen Welt, bei denen frage ich mich jedes Mal aufs Neue, wer sich so einen Bl&#246;dsinn ausgedacht hat, wenn ich darauf sto&#223;e. Eines dieser absolut unsinnigen Dinge ist der Trend, auf jeden Pirschich, Apfel, Birne und sonstigen St&#252;ck Obst und Gem&#252;se es ein Zettel kleben zu m&#252;ssen. Ich nehme an, das ist der spleenigen Hoffnung der Produzenten geschuldet, ihren Produkten damit eine ganz besonders vornehme Anmutung und Exklusivit&#228;t zu verleihen.</p>
<p>Heute hatte ich wieder einer dieser &#196;pfel in der Hand. Der Aufkleber wies den wohlgewachsenen Apfel als biologisch, dynamisch gewachsene Frucht aus den wundersch&#246;nen Auen S&#252;dtirols aus. Mein erster Gedanke war, prima, ein Zettel, den niemand braucht, den ich wegzupfen muss und hoffentlich ist der Kleber nicht giftig. Als n&#228;chstes stellt sich dann die Frage, wie ist so eine sinnlose Vergeudung von  Ressourcen mit dem Ansatz Biologisch, Nachhaltigkeit und Essen f&#252;r eine ges&#252;ndere und bessere Welt &#252;berhaupt vereinbar? <span id="more-338"></span><br />
Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Aufkleber au&#223;er zu nerven nur Geld kostet und den Apfel schlussendlich bestimmt nicht preiswerter im Verkauf machte. Mich w&#252;rde nicht wundern, wenn f&#252;rs die „Veredelung“ der &#196;pfel preiswerte Saisonarbeiter aus Nordafrika eingesetzt werden. Angeblich soll es  in Italien in letzter Zeit einige nautisch ge&#252;bte, Unternehmungslustige Magrebiner auf der Suche nach Arbeit auf dem europ&#228;ischen Festland geben.</p>
<p>Kritiker k&#246;nnten jetzt fragen, warum ich mir nicht einfach einen anderen Apfel gekauft habe. Nun, hier kommen wir auch schon zum n&#228;chsten Punkt an Dingen, die die Welt nicht braucht, n&#228;mlich Obst und Gem&#252;se aus dem anderen Ende der Welt. Wer nicht gerade das Gl&#252;ck hat, im Alten Land oder am Bodensee zu wohnen, wo es prima einheimisches Obst gibt (da pfeife ich auch auf Bio), wird feststellen, dass es kaum noch Obst und Gem&#252;se aus der heimischen Scholle gibt. Stattdessen kommen die &#196;pfel aus China, der Knoblauch aus Chile und die Birnen aus Argentinien. Und &#252;brigens auch dort kleben die mir so verhassten Sticker drauf.</p>
<p>Vor einiger Zeit sprach ich die Brotfachverk&#228;uferin im B&#228;cker meines Vertrauens auf die neue Unsitte an, auf den Brotlaib einen Zettel daraufzubacken, der nichts anderes an Information birgt als die Sorte des Brotes zu kommunizieren. Da st&#246;rt mich der Zettel noch viel mehr als auf den &#196;pfeln und Co., denn diese ungewollte Produktinformation bekommt man noch schlechter abgefieselt als vom Obst. Die Antwort war fast so wie ich es bef&#252;rchtet hatte. Sie f&#228;nde das auch eine nervige Unsitte, sie wisse ja schlie&#223;lich, was sie verkaufe, aber die Kunden h&#228;tten das gerne. Worauf ich entgegnete, ich bin auch Kunde und ich mag die Zettel gar nicht gerne. Ge&#228;ndert hat sich allerdings nichts seither. Scheinbar bin ich mit meiner Meinung nicht repr&#228;sentativ.</p>
<p>Schade, und so werde ich wohl lernen m&#252;ssen, mit den nervigen Zettelchen auf meinen Lebensmittel zu leben, will ich nicht an Skorbut oder Untern&#228;hrung sterben (bis dahin d&#252;rften allerdings noch einige Jahre ins Land gehen, wenn ich mir meine Liebeshenkel so anschaue). Dennoch frage ich mich, wieso es „Innovationen“ gibt, die meines Erachtens ein R&#252;ckschritt der Zivilisation bedeuten und trotzdem scheint es niemand zu st&#246;ren. Um es mit Erhard Horst Bellermann zu sagen: „Als Dummheit Gestalt annahm &#8211; entstand der Mensch.“</p>
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		<title>Neu im Business? Kein Problem!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 17:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem bin ich im Internet wieder &#252;ber etwas gestolpert, das mich erst stutzen lie&#223; und dann sofort meine volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war eine unscheinbare Google-Werbung auf...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_325" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><img class="size-full wp-image-325  " title="getragene-slips2" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/03/getragene-slips21.jpg" alt="man findest sie doch: interessante Kleinanzeigen im Netz" width="294" height="246" /><p class="wp-caption-text">man findest sie doch: interessante Kleinanzeigen im Netz</p></div>
<p>Vor kurzem bin ich im Internet wieder &#252;ber etwas gestolpert, das mich erst stutzen lie&#223; und dann sofort meine volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war eine unscheinbare Google-Werbung auf einer ganz normalen Shopping-Webseite, die absolut keine  anr&#252;chigen Inhalte jedweder Art zeigte. Umso erstaunter war, ich dass auf einer allerwelts Seite eine von google eingespielte Werbung sah, die mit &#8220;getragene Slips &#8211; Der lukrative Nebenjob f&#252;r Frauen Geld im Schlaf verdienen&#8221;.</p>
<p>Von der etwas fragw&#252;rdigen Grammatik einmal abgesehen war ich doch verwundert, dass  google Werbung f&#252;r diese Art Produkte zul&#228;sst (wer sich ein bisschen mit der Thematik auskennt wei&#223;, dass google in dieser Hinsicht katholischer als der Vatikan ist). Desweiteren verbl&#252;ffte mich, dass diese &#8220;Dienstleistung&#8221; in Deutschland &#252;berhaupt nachgefragt wird. Man kennt das Ph&#228;nomen der getragenen H&#246;schen ja eigentlich nur aus Japan, wo dieser Fetisch ein fester Bestandteil der hiesigen Kultur ist und daf&#252;r sogar Automaten an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen aufgestellt werden, um jederzeit Zugriff auf frische Ware gew&#228;hrleisten zu k&#246;nnen.<span id="more-320"></span></p>
<p>Nat&#252;rlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auf die vielversprechende Werbung zu <a href="http://getragene-slips.de/">klicken</a>. Wer verdient sein Geld denn nicht gerne im Schlaf. Sollte das wirklich funktionieren, w&#252;rde ich innerhalb k&#252;rzester Zeit zum Multimillion&#228;r werden, ohne meinen Lebensstil &#228;ndern zu m&#252;ssen. Vielleicht lie&#223;e sich die Problematik &#8220;Frauen&#8221; ja irgendwie umgehen.</p>
<div id="attachment_323" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-323 " title="getragene-slips1" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2011/03/getragene-slips1-300x248.jpg" alt="" width="300" height="248" /><p class="wp-caption-text">Ob Otto und Bruno Banani gro&#223;es Intersse haben, ihre Produkte neben einer sehr speziellen Dienstleistung zu bewerben...?</p></div>
<p>Der Klick f&#252;hrt zu einer sehr n&#252;chtern gehaltenen Webseite mit der passenden &#220;berschrift &#8220;Neu im Business? Kein Problem &#8211; Diese Seite soll euch beim Einstieg in das H&#246;schenbusiness helfen&#8230;&#8221;. Aha, jetzt wirds spannend. Ich lerne, dass Crazyslip das  gr&#246;&#223;te Netzwerk f&#252;r den Verkauf von getragener W&#228;sche ist und jeder Anbieterin einen Full-Service anbietet, um direkt ohne hohe Werbekosten und anonym mit dem Verkauf von Slips Geld zu verdienen. Besonders beeindruckt mich der Claim, mit dem Crazyslip wirbt: sell your smell! Das ist sogar fast besser als Nike´s Just do it!</p>
<p>Desweiteren wird erkl&#228;rt, dass der H&#246;schenfetisch in Deutschland sich einer stets wachsenden Beliebtheit erfreut und dass sich bei  Crazyslip sich t&#228;glich &#252;ber 1.000 Liebhaber von getragener W&#228;sche herum &#8220;t&#252;mmeln&#8221;. Sch&#246;n ist auch folgender Satz zu lesen: &#8220;es ist auch f&#252;r sie ein sch&#246;nes Gef&#252;hl andere M&#228;nner mit Ihrem Duft gl&#252;cklich zu machen und ein positives Feedback zu erhalten&#8221;. Sprich: frau tut also nicht nur etwas f&#252;r ihr Taschengeld sondern auch noch gleich etwas f&#252;rs eigene Selenheil.</p>
<p>Als es dann zu den Verdienstm&#246;glichkeiten im H&#246;schenbusiness kommt bin ich dann doch etwas ern&#252;chtert. Ca. 400 Euro sind im Monat drin. Kein Wort zu Anzahl der hierzu n&#246;tig zu tragen und verkaufenden Slips und ob das Arbeitsmaterial, also die H&#246;schen gestellt werden oder ob man diese Unkosten von der f&#252;rstlichen Verg&#252;tung auch noch begleichen muss. Ich habe nicht weiter recherchiert was die getragene Unterw&#228;sche im Verkauf dem Endkonsument kostet. Nehme aber an, dass die Margen gewiss h&#246;her liegen als beim klassischen Einzelhandel wie Woolworth oder kick, dem Textildiskont. Gut, der geringe Verdienst lie&#223;e sich auch mit den geringen Qualifikationen erkl&#228;ren, die f&#252;r diesen Job n&#246;tig sind. Unterhosentragen  ist ja kein Lehrberuf und kann leicht on the job erlernt werden, so dieses n&#246;tige Know-how nicht sowieso schon durch fr&#252;hkindliche Domestizierung spielerisch beigebracht wurde.</p>
<p>Ehrlich gesagt war ich alles in allem recht ern&#252;chtert. Irgendwie hatte ich mehr erwartet als eine lieblos zusammengeschusterte WordPresseite mit ein paar Seiten informativer Texte. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Webauftritt dieser Art reicht,  Damen zum verschicken ihrer Schmutzw&#228;sche an Unbekannte zu animieren. Irgendwie erwartet man doch den USP (unique selling proposition), um beim Marketingdeutsch zu bleiben. Vielleicht mit dem Verkaufsversprechen „melden Sie sich heute noch an und gewinnen Sie ein 12 Monate jeden Monat ein 200 Euro Schuhgutschein f&#252;r das Schuhgesch&#228;ft Ihrer Wahl“.  Soetwas zieht bei Frauen eigentlich immer. <img src='http://www.muenzi.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />   Aber scheinbar funktioniert es ja, sonst h&#228;tte unser H&#246;schen-Dealer ja kein Geld f&#252;r die Werbeeinblendung ausgegeben.</p>
<p>Alles in alle scheint das Unterw&#228;sche Business ein recht n&#252;chternes Gesch&#228;ft zu sein. Kein bisschen Glamour oder Sexappeal. Die Erwartungshaltung ist einfach h&#246;her. Sollte eine Leserin dennoch Interesse an einem etwas anderen Nebenjob haben kann sie gerne weiter Informationen sowie den Kontakt &#252;ber diesen <a href="http://getragene-slips.de/">Link</a> finden. Ich freue mich &#252;ber interessante Ehrfahrungsberichte. <img src='http://www.muenzi.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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