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	<description>100% wahre Reports aus dem harten Alltag</description>
	<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 12:59:27 +0000</pubDate>
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		<title>macht ein Smartphone smart?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 12:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit gestern z&#228;hle ich nun auch zu den Besitzern eines Smarthpones. Mein altes Handy, ein Sony Ericson, das ich vor drei oder vier Jahren von einem damaligen Kollegen gekauft hatte, war einfach nicht mehr in der Lage, meine Anspr&#252;che an die moderne Kommunikation zu gewehrleisten. Eigentlich war es vom ersten Tag nicht in der Lage. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern z&#228;hle ich nun auch zu den Besitzern eines Smarthpones. Mein altes Handy, ein Sony Ericson, das ich vor drei oder vier Jahren von einem damaligen Kollegen gekauft hatte, war einfach nicht mehr in der Lage, meine Anspr&#252;che an die moderne Kommunikation zu gewehrleisten. Eigentlich war es vom ersten Tag nicht in der Lage. Ich habe mir das Ding andrehen lassen, weil das ja eine &#8220;suuuuper&#8221; Cybershot Kamera mit 5 Megapixel intus hat und ich den versteckten Wunsch versp&#252;rte, mit diesem Wunderwerk der Optotechnik regelm&#228;&#223;ig Fotos f&#252;r meinen Blog zu machen. Nach den ersten Knipsversuchen habe ich diese Hoffnung allerdings schnell wieder verworfen, die Bildqualit&#228;t spottet jeder Beschreibung. Au&#223;erdem st&#246;rte mich vom ersten Tag die mikroskopisch klein gehaltene Tastatur und das Gefrickle beim Abrufen der Mailbox. Zudem kam in den letzten Monaten vermehrt der Druck, meine Mails auch mal unterwegs abrufen zu m&#252;ssen. Umso erstaunlicher, dass ich es so lange mit meiner &#8220;Warze&#8221; ausgehalten habe.</p>
<p><span id="more-211"></span></p>
<p>Seit gestern liegt nun ein Smartphone Namens HTC Desire neben meinem Schreibtisch und ich muss gestehen, so ein Ding ist schon ein faszinierendes St&#252;ck Technik. Gut, ich habe den halben Tag damit verbracht, dass das Ding meine E-Mails abruft und meine Termine mit dem PC abgleicht. Aber was ein echter Tekki ist bekommt auch so etwas zu einem guten Ende (graue Haare und frustrierte Weinattacken nicht mit einberechnet). Das Ding kann irgendwie alles: das Wetter in New York und Banda Seri Begawan in real-time anzeigen, mir sagen in welcher Stadt ich mich gerade befinde und wenn gew&#252;nscht auch noch gleich den Stadtplan um mich herum darstellen, im Internet surfen und Filmchen bei Youtube abspielen (die Bild- und Klangqualit&#228;t ist sogar erstaunlich prima), es hat einen eingebauten mp3 Player und berichtet mir sekundengenau, wenn meine &#8220;Friends&#8221; bei Facebook oder Twitter einen neuen Beitrag gepostet haben. Ach ja, und coole Spiele hat es auch noch drauf. Sprich, es kann eigentlich alles was der moderne Mensch zum t&#228;glichen Leben braucht. So ein technisches Wunderwerk hatte nicht mal Mr. Spock im Raumschiff Enterprise. Mir fehlt eigentlich nur noch der eingebaute Kaffeekocher.</p>
<p>Spannend wurde es, als ich den ersten Anruf auf mein neues Handy annehmen wollte. Und pl&#246;tzlich stellt man fest, oh, wo ist denn die gr&#252;ne Taste? Gibts nicht. Die Mitteilung auf dem Display hilft, zum Annehmen des Gespr&#228;chs soll ich den schwarzen Balken nach unten ziehen. Aha. Mist. Das war wohl das Auflegen. Also schnell mal in der Betriebsanleitung nachgesehen, dass so etwas nicht noch einmal passieren m&#246;ge. Da steht &#252;ber Telefonie gar nichts drin. Oh. Mehr und mehr wird mir bewusst, dass ist kein Handy mit ein paar Extrafeatures, das ich da in H&#228;nden halte sondern ein Taschencomputer mit der M&#246;glichkeit, vielleicht auch fernm&#252;ndliche Gespr&#228;che zu f&#252;hren. Vorausgesetzt, das Wissen ist vorhanden, welches der bunten Bildchen auf dem Display wie gedr&#252;ckt oder geschoben werden muss. Spannend auch die Aufgabe, die Mailbox abzuh&#246;ren. Der von mir uncharmant weggedr&#252;ckten, oder besser weggewischte, Anrufer scheint eine wichtige Nachricht hinterlassen zu haben.  Soviel verr&#228;t mir das Ger&#228;t in meiner Hand schon mal, in dem es oben links im Display ein entsprechendes Bildchen einblendet und mit einem freundlich warmen „bling“ musikalisch untermalt. Und schon haben wir die n&#228;chste Herausforderung. Wie h&#246;rt man die Nachricht ab? Mit meiner alten Warze war das alles kein Problem, einfach die Taste links oben dr&#252;cken, Nachricht ausw&#228;hlen und auf Best&#228;tigen gehen. Voila. Nun hat das neue Ger&#228;t ja keine entsprechenden Tasten mehr. Ich versuche auf das Nachrichten Icon zu dr&#252;cken und nichts passiert. Langsam schwant mir, dass wir hierf&#252;r bestimmt eines der vielen vorinstallierten „Apps“ (kleine Programme) ausw&#228;hlen m&#252;ssen. Und tats&#228;chlich, nach etwas probieren habe ich sogar das passende Programm gefunden und konnte die Nachricht abh&#246;ren. Ich habe noch etwas vor dem n&#228;chsten Abh&#246;ren der Mailbox Angst, da ich mir den Klickpfad nicht gemerkt habe. Wieso werden so wichtige Funktionen nicht direkt auf die „Homepage“ des Telefons gelegt?</p>
<p>Ich werde nun nicht noch beschreiben, wie ich versuchte eine profane SMS zu versenden, da es mir bis jetzt noch nicht gegl&#252;ckt ist. Interessanterweise steht hierzu auch &#252;berhaupt nichts im Handbuch drin. Wahrscheinlich gehen die Entwickler davon aus, dass kein Mensch Mehr SMS bekommt oder tippt wenns doch so viel eleganter mit mobilen E-Mails geht. Sp&#228;testens jetzt kam in mir der ernste Gedanke auf, vielleicht doch besser drei weitere Jahre mit meiner alten Warze das Mobilfunkzeitalter zu beschreiten. Immerhin kann es trotz aller Schw&#228;chen das, was man von einem Handy eigentlich erwartet: telefonieren, Nachrichten abh&#246;ren und SMS tippen ohne dabei mit verzweifeltem Gesichtsausdruck auf eine 5&#215;9 cm gro&#223;e Glasfl&#228;che zu tippen.<br />
Mein neues Smartphone und ich haben also noch einen weiten und steinigen Weg vor uns, bis wir beide an uns gew&#246;hnt haben. Gott sei Dank hei&#223;en Smartphones ja nicht umsonst Gameboy f&#252;r Manager. Ich werde mir also gleich mal ein paar hei&#223;e Games runterladen und mir mein neues Spielzeug auf spielerische Art und Weise aneignen. Sind wir nicht alle ein bisschen Homo Ludens? So hat das Ger&#228;t eine sinnvolle Verwendung und hat auch Susanne etwas davon. In der Zeit, in der ich Autorennen zocke oder Elfen aus der Geiselhaft verschlagener Zwerge rette, kann sie ungest&#246;rt Big Brother und Co. im Fernsehen schauen.</p>
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		<title>Ich schau Dir auf die Stirn, Kleines&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich diesen m&#228;nnerfeindlichen Spot im Internet gefunden. Als ob wir M&#228;nner Frauen nur auf das Dekollete schauen w&#252;rden. Falsch! Wir schauen auch auf den Hintern und auf die Beine einer Frau - zumindest, wenn es sich unserem Empfinden nach lohnt.

Forehead Tittaes w/ Marion Cotillard from Marion Cotillard
Wie m&#252;sste ich mir einen entsprechenden Spot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich diesen m&#228;nnerfeindlichen Spot im Internet gefunden. Als ob wir M&#228;nner Frauen nur auf das Dekollete schauen w&#252;rden. Falsch! Wir schauen auch auf den Hintern und auf die Beine einer Frau - zumindest, wenn es sich unserem Empfinden nach lohnt.</p>
<p><object width="512" height="328" data="http://player.ordienetworks.com/flash/fodplayer.swf" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="ordie_player_5a52180b80" /><param name="flashvars" value="key=5a52180b80" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.ordienetworks.com/flash/fodplayer.swf" /><param name="name" value="ordie_player_5a52180b80" /><param name="quality" value="high" /></object></p>
<div style="text-align: left; font-size: x-small; margin-top: 0pt; width: 512px;"><a title="from Marion Cotillard, William Fichtner, Jake, Taraji P Henson, Leslie Ann Warren, and Seth " href="http://www.funnyordie.com/videos/5a52180b80/forehead-tittaes-w-marion-cotillard">Forehead Tittaes w/ Marion Cotillard</a> from <a href="http://www.funnyordie.com/marion_cotillard">Marion Cotillard</a></div>
<p>Wie m&#252;sste ich mir einen entsprechenden Spot f&#252;r M&#228;nner vorstellen? Kleben dann Geldscheine oder der Schl&#252;ssel f&#252;r die Villa am Yachthafen an der Stirne von George Clooney Imitaten, die in schwarzen Brionituch gewandet sind? <img src='http://www.muenzi.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viel Spa&#223; beim anschauen.</p>
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		<title>Ein Herz f&#252;r den Schwarzwaldkrimi</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 21:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Wer mich kennt, der wei&#223;, dass ich ein begeisterter Vielleser bin. Neben der regelm&#228;&#223;igen Literatur von Tages- und Wochenzeitungen liegen auch immer mehrere B&#252;cher neben meinem Bett, die ich je nach Mu&#223;e mal schneller, mal weniger schnell lese. Und ja, es gibt auch B&#252;cher, die ich angelesen weg lege, weil sie entweder a) zu profan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492254357?ie=UTF8&amp;tag=muenzi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3492254357"><img class="size-full wp-image-188  alignleft" style="margin: 7px;" title="honigsuesser_tod" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2009/12/honigsuesser_tod.jpg" alt="Schwarzwaldkrimi" width="101" height="160" /></a></p>
<p>Wer mich kennt, der wei&#223;, dass ich ein begeisterter Vielleser bin. Neben der regelm&#228;&#223;igen Literatur von Tages- und Wochenzeitungen liegen auch immer mehrere B&#252;cher neben meinem Bett, die ich je nach Mu&#223;e mal schneller, mal weniger schnell lese. Und ja, es gibt auch B&#252;cher, die ich angelesen weg lege, weil sie entweder a) zu profan, b) zu langweilig oder c) (das allerdings eher selten) zu kompliziert sind. Belletristik kommt mir eher selten vor die Lesebrille und Krimis eigentlich &#252;berhaupt nicht. Verwundert sehe ich die gro&#223;en Krimiabteilungen in den Buchl&#228;den und frage mich, wer all diese &#8220;spannende&#8221; Literatur denn liest bzw. lesen soll. Wir wissen doch alle, dass am Ende immer der G&#228;rtner der M&#246;rder ist.<span id="more-177"></span></p>
<p>Zudem frage ich mich, wieviele Morde es denn &#252;berhaubt geben muss, damit die vielen Kommissare, Staatsanw&#228;lte, Profiler und Hobbyschn&#252;ffler, die der Polizei immer einen Schritt voraus sind, genug zu tun bekommen. Wenn man bedenkt, dass in Deutschland j&#228;hrlich etwa 1.000 Morde geschehen, dann sind das im Schnitt pro Tag etwa 2.7 Ungl&#252;ckliche, die von einem niedertr&#228;chtigen Menschen vor Petrus Pforte geschickt werden. &#220;berlegen wir jetzt weiter, dass die meisten Morde in Ballungsgebieten auftreten, frage ich mich, wo die vielen Mordopfer auf dem platten Land &#252;berhaupt her kommen sollen, &#252;ber die so viel geschrieben wird. Der Leser merkt, worauf ich hinaus m&#246;chte: die inflation&#228;re Anzahl der Regiokrimis. Mir scheint, dass mittlerweile jeder Landkreis seinen eigenen literarischen Schn&#252;ffler braucht, der den scheinbar allt&#228;glich vorkommenden Gewaltverbrechen in der n&#228;heren Nachbarschaft auf den Grund gehen kann.</p>
<p>Warum schreibe ich das, wenn ich mir sowieso nichts aus Krimis mache? Nun, es ist so, dass mein Schwager zusammen mit einem Compagnon vor einigen Jahren begonnen hat, Krimis zu schreiben. Richtig, Regiokrimis, wie es so sch&#246;n hei&#223;t und zwar <a title="Schwarzwaldkrimis" href="http://www.vs-krimi.de/">Schwarzwaldkrimis</a>, um ganz genau zu sein. Und ich hatte auch schon die Ehre, den ein oder anderen j&#228;hrlich erscheinenden Band Korrektur lesen zu d&#252;rfen. Mittlerweile gibt es schon den siebten Band und j&#228;hrlich kommt ein weiterer Kriminalfall hinzu, der von den beiden Protagonisten Hubertus Hummel (ein Studienrat) und seinem Spezl  Klaus Riesle (Lokalreporter) dank geistiger Brillianz und manchmal mit etwas Gl&#252;ck bravour&#246;s gel&#246;st wird. Die Krimis spielen alle in Villingen und Umgebung, die stolze mittelalterliche Stadt, in der nicht nur die beiden Autoren gro&#223; geworden sind, sondern auch ich die beiden ersten Jahrzehnte meines Lebens zugebracht habe. Wer also etwas &#252;ber meinen Heimatort nebst kulturellen und geschichtlichen H&#246;hepunkten erfahren will, dem sei die Lekt&#252;re dieser B&#252;cher ans Herz gelegt. Hier erf&#228;hrt der Leser zum Beispiel, wo auch ich meine Samstagabende w&#228;hrend der Adoleszenz verbrachte (Kneipe Bistro, ausgesprochen &#8220;Bischtro&#8221;). Und zuf&#228;llig ist Hummel Lehrer an derselben h&#246;heren Lehranstalt, an der auch ich mir die Berechtigung zum Besuch einer Hochschule erwarb.</p>
<p><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/muenzi-21/8001/01fffcfe-7931-46be-9567-12a5d04098c8" type="text/javascript"> </script> <noscript style="text-align: center;">&lt;A HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fmuenzi-21%2F8001%2F01fffcfe-7931-46be-9567-12a5d04098c8&amp;Operation=NoScript&#8221; mce_HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fmuenzi-21%2F8001%2F01fffcfe-7931-46be-9567-12a5d04098c8&amp;amp;Operation=NoScript&#8221;&gt;Amazon.de Widgets&lt;/A&gt;</noscript></p>
<p>Eigentlich w&#228;re das alles kein Grund, dar&#252;ber zu philosophieren, wenn es da nicht einen anderen, erfolgreicheren Regional-Ermittler in der deutschen Literaturszene g&#228;be. So richtig ist das mir erst im Laufe diesen Jahres aufgefallen, als ich wirklich in s&#228;mtlichen Buchl&#228;den, die ich besuchte, die Allg&#228;u-Krimis mit deren Chef-Ermittler Kluftinger an besonders exponierten Stellen zum k&#228;uflichen Erwerb angeboten sah und dass, obwohl sowohl die Schwarzwald Krimis meiner ferneren Verwandschaft als auch die Bestseller aus Allg&#228;u vom gleichen Verlag verlegt werden. Und als ich in den letzten Wochen auch noch sah, dass diese B&#252;cher auch online via klickbarer Werbung auf Internetseiten beworben wird, fragte mich dann doch, ob die B&#252;cher der bayuwarischen Konkurrenz so viel besser als die der Kollegen aus meiner Heimat sind.</p>
<p>Zuf&#228;llig erwischte ich vor zwei Wochen meine Kollegin mit einen Kluftinger Krimi, den sie auf dem Weg zur Arbeit zur geistigen Zerstreuung las. Darauf angesprochen, ob die Krimis wirklich so toll seien, bekam ich ein begeistertes &#8220;ja&#8221; zur Antwort und das Angebot, den ersten Band leihweise lesen zu d&#252;rfen. Was soll ich sagen, seit zwei Wochen lese ich an &#8220;Milchgeld - Kluftingers gro&#223;er Fall&#8221; , bin zu 2/3 durch und qu&#228;le mich durch die Seiten. Der Schreibstil ist eher simpel gehalten, sodass auch weniger ge&#252;bte Leser ohne Probleme dem Verlauf der Geschichte folgen k&#246;nnen. Mir pers&#246;nlich ist das ewige Subjekt-Pr&#228;dikat-Objekt Schema etwas zu profan. Besonders, wenn Kommissar Kluftinger &#252;ber mehrere Seiten hinweg &#252;ber Kasspatzen (vulgo K&#228;ssp&#228;tzle) philosphiert (und das nicht nur einmal. Isst der eigentlich auch mal etwas anderes?) , wird der Lesegnu&#223; etwas z&#228;h. Mit dieser Meinung stehe ich &#252;brigens nicht alleine da. Ich habe Susanne ein paar Stellen aus dem Buch vorgelesen, wenn es wieder besonders schwafelig wurde und sie gab mir jedes Mal Recht mit meiner Kritik ) was schon etwashei&#223;en will). Da versucht jemand wie der Literaturtitan Thomas Mann haarklein eine Situation zu beschreiben, um eine besondere Atmosph&#228;re zu erzeugen. Nur, dass dank des simplen Sprachstils und der teilweisen breiten Erkl&#228;rungen unwesentlicher Sachverhalte, das Ganze sehr erm&#252;dend und alles andere als fesselnd ist. Etwas, was zumindest ich von einem Krimi erwarten w&#252;rde. Auch die Nebenpersonen und -handlungen sind viel dichter und interessanter als bei dem ewig Kasspatzen essenden Kommissar Kluftinger. Um so mehr verwundern mich die euphemistischen Kritiken, die die Allg&#228;ukrimis bekommen haben (wenn die <a title="Kluftinger Krimi" href="http://www.kommissar-kluftinger.de/496.0.html">offizielle Kluftinger Website </a>nicht l&#252;gt). Dies &#252;berzeugt mich einmal mehr, die Auswahl meiner B&#252;cher, wie bisher, nicht nach feuilltonistischen Geschw&#228;tz auszusuchen.</p>
<p>Ich m&#246;chte nicht behaupten, dass die literarischen Erg&#252;sse der Schwarzwald Krimis nobelpreistr&#228;chtiger als die der Allg&#228;u Krimis sj d. Aber - und das meine ich ganz Objektiv - die Plots sind besser, der Schreibstil kurzweiliger und nebenbei bekommt man nauch noch kulturelle und geografisches Wissen &#252;ber eine der sch&#246;nsten Regionen Deutschlands mit.</p>
<p>Also, liebe Freunde der gepflegten Spannungsliteratur, wer f&#252;r die langen Abende der diesigen Wintersaison  das passende Lesematerial oder noch ein hochwertiges Weihnachtsgeschenk sucht, der sollte sich einmal fern vom allg&#228;uer Mainstream umsehen und die F&#228;lle der schwarzw&#228;lder Kollegen ansehen. Ich garantiere, der Lesespa&#223; ist mindestens genauso hoch wie bei der Mainstream Konkurrenz. Ich behaupte, sogar noch bei weitem h&#246;her.</p>
<p>PS: der Erste, der mir den M&#246;rder des neusten Bandes &#8220;Honigs&#252;&#223;er Tod&#8221; nennt, der bekommt ein <a title="VS-Krimi" href="http://www.vs-krimi.de/">VS-Krim</a>i seiner Wahl mit pers&#246;nlicher Widmung der beiden Autoren.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492254357?ie=UTF8&amp;tag=muenzi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3492254357"><img src="5178OJ0HUzL._SL160_.jpg" border="0" alt="" /></a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=muenzi-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3492254357" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Disney Land f&#252;r Nudisten</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 17:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Da der Sommer dieses Jahr zumindest in M&#252;nchen besonders an den Wochenenden ins Wasser f&#228;llt, gilt es somit die eingesparte Zeit, die unter normalen Bedingungen f&#252;r ausgedehnte Biergartenbesuche oder Wanderungen im Voralpenland genutzt wird, einer anderen, sinnvollen Verwendung zu zu f&#252;hren. Vielleicht hat der Dauerregen unterschwellig meine Psyche derart auf Wasser eingestellt, dass mir bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2009/07/sauna-erdinger-therme.jpg" rel="lightbox"><img class="size-medium wp-image-160 alignleft" style="margin: 7px;" title="Erdinger Therme" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2009/07/sauna-erdinger-therme-300x219.jpg" alt="Saunalandschaft Erdinger Therme" width="300" height="219" /></a></p>
<p>Da der Sommer dieses Jahr zumindest in M&#252;nchen besonders an den Wochenenden ins Wasser f&#228;llt, gilt es somit die eingesparte Zeit, die unter normalen Bedingungen f&#252;r ausgedehnte Biergartenbesuche oder Wanderungen im Voralpenland genutzt wird, einer anderen, sinnvollen Verwendung zu zu f&#252;hren. Vielleicht hat der Dauerregen unterschwellig meine Psyche derart auf Wasser eingestellt, dass mir bei der Besprechung unserer Wochenendpl&#228;ne die grandiose Idee kam, meine vom Alltagsstress schwer angeschlagene Work-Life-Balance mittels SPA (= sanem per aqua) Anwendungen wieder in ein gesundes Ma&#223; zu tarieren. Und wo k&#246;nnte man das besser tun als in der Erdinger Therme von der Toren M&#252;nchens, der angeblich gr&#246;&#223;ten Saunalandschaft der Welt.<span id="more-157"></span></p>
<p>Da sich die Hinfahrt Dank sintflutartigen Regeng&#252;ssen, Staus, wegen Stadtfesten gesperrten Hauptverkehrsstra&#223;en und Verkehrsteilnehmern, die ihre praktischen Fahrstunden scheinbar bei den wenigen &#252;berlebenden japanischen Kamikazefliegern des zweiten Weltkriegs bekommen haben, war die angesammelten Stresshormone bei Erreichen unseres Ziels mit denen eines Kampfpiloten vergleichbar. Die riesigen Schlangen an den Kassen taten das &#220;brige, unsere Entscheidung, einen verregneten Nachmittag bei gut temperierten Dampf- und entspannenden Jacuzzi B&#228;dern als nicht der Weisheit letzte Eingebung erscheinen zu lassen. Scheinbar waren wir nicht die Einzigen, die dem Wetter ein Schnippchen schlagen wollten.</p>
<p>Nachdem wir dann nach l&#228;ngerem Anstehen und entrichten eines nicht unerheblichen Betrags zwecks Erlangung einer zeitlich begrenzten Nutzung der Wellnesslandschaft dann endlich Zutritt zum Paradies eines jeden Frei-K&#246;rper-Kultur J&#252;ngers bekamen (in den neuen Bundesl&#228;ndern viel netter als &#8220;Effie&#8221; bezeichnet) war die Besucherdichte tats&#228;chlich noch h&#246;her als in El-Arenal in der Hochsaison. Ich glaube, dieser Vergleich ist gar nicht so verkehrt. Lediglich die Bekleidungsordnung ist etwas unterschiedlich, da Badehosen, -anz&#252;ge und Bikinis nicht nur verp&#246;nt, sondern sogar verboten ist. Dementsprechend spazieren die Saunaj&#252;nger entweder in Bademantel, einem Handtuch um der Lende oder gleich im Adams- oder Evakost&#252;m durch die angeblich 134.000 qm Badeerlebniswelt.</p>
<p>Es sei gleich erw&#228;hnt, die Anlage ist riesig und man kann unter gef&#252;hlten 500 verschiedenen Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten, Einrichtungen, D&#252;ften, Aufg&#252;ssen, Kalt- und Warmduschen und ich wei&#223; nicht was noch alles zu einem gepflegten Saunatag dazu geh&#246;rt, w&#228;hlen. Das Ganze hat wirklich etwas von Disney Land: zahle einmal Eintritt und fahre mit was Dir Spa&#223; macht. Steht Dir der Kopf eher nach klassisch finnisch, gehe rechts. Doch lieber der Hamamtyp? Dann halte dich links. Oder steckt in dir der Neandertaler? Please follow the signs to Stonehenge. Statt Mikey Mouse und Donald Duck h&#228;ngen Bilder von Botticellis Venus und stehen klassisch r&#246;mische B&#252;sten und Torsen herum.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck suchten wir zu Beginn unserer Wellnessanwendungen die Meditationssauna (60 Grad Celsius) auf. Eigentlich suchten wir eine W&#228;rmestube, die nicht so &#252;berlaufen wie die anderen schien. Ich hatte kaum Zeit, mich auf die meditative Dudelmusik und den Ofen in klassischer Ying und Yang Form einzustellen, da str&#246;mten pl&#246;tzlich Menschenmassen in den kleinen Raum, so dass ich mich schon fragte, ob die hier eine neue Energiesparma&#223;nahme durchexerzieren und die lauen 60 Grad mittels K&#246;rperw&#228;rme erzeugen wollen. 5 Minuten sp&#228;ter bekamen wir des R&#228;tsels L&#246;sung, zur vollen Stunde gibt es einen meditativen Aufguss. Der Saunameister zeigte seine sensible Seite, &#228;nderte die Musik in noch langsameres Largo, verteilte Eismasken, die man sich &#252;ber die Augen ziehen solle, damit die Gedanken nicht abschweifen (es g&#228;be ja auch genug nackte Haut zu sehen) und erkl&#228;rte, dass er den Aufguss mit einem Gemisch von Melone (f&#252;r die Entspannung) und Sommerwiese (weils ja eigentlich Sommer ist, auch wenn es drau&#223;en nicht so scheinen m&#246;ge) vornehmen werde. Ich muss gestehen, das Ergebnis war mehr als erstaunlich. Nach den 15 Minuten, die ich in der Sauna sa&#223;, kam ich wirklich total entspannt und relaxed wieder an die frische Luft. Die Tiefenentspannung ging sogar so weit, dass selbst mein rechtes Bein eingeschlafen ist, ohne dass ich es merkte. Toll!</p>
<p>Die restlichen Saunag&#228;nge bed&#252;rfen keine weitere W&#252;rdigung. Aber das Freizeitprogramm zwischen den Schwitzphasen sollen hier noch erw&#228;hnt werden. Nach langem Suchen fanden wir n&#228;mlich doch noch zwei freie Liegest&#252;hle in der Ruhezone &#8220;Al Hambra!, die wir nat&#252;rlich sofort okkupierten. Freunde des Voyeurismus sei dieser Ort besonders ans Herz gelegt. Hier finden sich zeigefreudige P&#228;rchen, soweit man &#252;berhaupt von zeigefreudig in einem Nacktbadebereich reden kann. Kaum hatten wir es uns bequem gemacht legte sich ein anderes P&#228;rchen 5 Meter weiter auf zwei freie Pl&#228;tze. D.h. Er lag sich auf den R&#252;cken und Sie streifte mit ihren beiden 75 B &#252;ber sein Gesicht. Nachdem die sehr spezielle Gesichstmassage zu Ende war setzte Sie sich neben Ihn und hielt ein bisschen seinen kleinen Prinz, wahrscheinlich um zu vermeiden, dass dieser nach dem letzten Saunagang zu schnell ausk&#252;hlt. Sehr r&#252;cksichtsvoll. Weiter hinten, wo das Licht noch schummriger wird, lagen zwei P&#228;rchen Mitte 20, die sich gegenseitig mit Prosecco zuprosteten und sich auch sehr vertraut in den Armen lag. Sie schienen Spa&#223; zu haben, n&#228;heres war leider ob der Ferne und des schlechten Lichts nicht zu erkennen. Sch&#246;n war die Peditcure einer etwas &#228;lteren Dame, die wiederum links von uns weilte. Dank der byzantinischen Rundbogenarchitektur wurde das Schleifger&#228;usch ihrer Nagelfeile aufs trefflichste Verst&#228;rkt, sodass der ansonsten fast stille Raum von einer surrealen Ger&#228;uschkulisse untermalt wurde.</p>
<p>Ansonsten schien es mir so, als ob die verschiedenen Altersklassen sich in unterschiedlichen Nischen eingerichtet haben. Das j&#252;ngere Publikum eher im Sauna und den Liegebereichen, die &#228;lteren Damen und Herren bevorzugen eher die Badelandschaft mit der Wasserbar. Wo diese Altersgruppe sich zwecks eventuellen n&#228;heren Kennenlernens zur&#252;ck ziehen konnte ich leider in den drei Stunden Aufenthalt nicht mehr in Erfahrung bringen. Aber das ist auch keine Zeit f&#252;r ein Spa&#223;landschaft mit 134.000 qm Fl&#228;che.</p>
<p>Das hei&#223;t, wir werden wieder mal dort hin m&#252;ssen, um noch die letzten offenen Fragen zu kl&#228;ren. Ich bin mir nur nicht so sicher, wie lange die Karenzzeit sein wird, bis ich Susanne dazu bringe, mit zu kommen. Zumindest schien sie sich in den Ruhephasen in der Al Hambra &#196;ra alles andere als entspannt zu haben. Wenn ich die Kommentare wie &#8220;das gibts doch nicht. Sag mal, k&#246;nnen die das nicht zu hause machen? Und wie muss man &#252;berhaupt drauf sein, seine Fingern&#228;gel in der &#214;ffentlichkeit zu feilen!?&#8221; richtig interpretiere.</p>
<p>PS: sollte sich einer meiner Leser interessiert zeigen, in der Erdinger Therme bewusst Kontakte kn&#252;pfen zu wollen, dem m&#246;chte ich zwei Links ans Herz legen joyclub.mobi und swingfreunde.de und dort nach Therme Erding suchen. Hier findet man Termine, Erfahrungsberichte und Hinweise, wo die Kameras versteckt sind, falls man es doch lieber etwas unbeobachteter haben m&#246;chte.</p>
<p><a href="http://gutscheinrabe.de/geschenk-gutschein-von-yves-rocher/" alt="Yves Rocher Gutschein 2010" title="Geschenk Gutschein von Yves Rocher 2010" target="_blank"><b>Wellness und Geschenkgutschein von Yves Rocher f&#252;r 2010<b></a></p>
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		<title>Mit Sperma gegen F&#228;ltchen und Falten</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 13:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#252;rzlich stie&#223; ich in einer Frauenzeitschrift auf einen kleinen Artikel, der &#252;ber neueste Beautycremes und Anti-Aging Mittelchen aus den USA berichtete. Da war doch tats&#228;chlich von Sperma und Schneckensekret als Inhaltstoffen die Rede. Nat&#252;rlich hat das mein Interesse geweckt und tats&#228;chlich, ein bisschen google- Recherche und die ersten Treffer zum besagten Produkt waren gefunden. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_154" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://www.spermine.is/"><img class="size-full wp-image-154" title="spermine" src="http://www.muenzi.de/wp-content/uploads/2009/06/spermine.jpg" alt="Antifaltencreme mit Sperma" width="280" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Antifaltencreme mit Sperma</p></div>
<p>K&#252;rzlich stie&#223; ich in einer Frauenzeitschrift auf einen kleinen Artikel, der &#252;ber neueste Beautycremes und Anti-Aging Mittelchen aus den USA berichtete. Da war doch tats&#228;chlich von Sperma und Schneckensekret als Inhaltstoffen die Rede. Nat&#252;rlich hat das mein Interesse geweckt und tats&#228;chlich, ein bisschen google- Recherche und die ersten Treffer zum besagten Produkt waren gefunden. Es gibt sie wirklich, diese Creme, sie stammt aus Norwegischen Laboren, die Produkserie hei&#223;t - wie passend - &#8220;<a title="Spermine" href="http://www.spermine.is/">SkinScience Spermine</a>&#8221; und das Einsteigert&#252;bchen zur Behandlung m&#252;der Augen gibts schon f&#252;r 49 Euro (special offer!).</p>
<p>Ich lerne, dass Spermine, eine Substanz gewonnen aus menschlichem Sperma, das neue Wundermittel gegen Falten sein soll und damit zu ewiger Jugend verhilft. Mit seinem enorm hohen Anteil an Anti-Oxidantien gl&#228;ttet es die Haut 30 Mal st&#228;rker als konventionelle Produkte basierend auf Vitamin E und ist somit das Non-plus-ultra, um alternde Haut den Look eines frischgepuderten Babypopos zu verleihen. Immerhin, der Erfinder der Creme scheint sich wirklich Gedanken zu seinem Produkt gemacht zu haben. Aber es ist auch schwer, sich immer wieder etwas neues einfallen zu lassen, was man in Cremes und Tinkturen mischen kann. Vom Kaviar &#252;ber japanischen Hochseetang bis hin zum echten Gold wird mittlerweile ja schon so ziemlich alles in neue Pflegeprodukte gemischt, in der Hoffnung wohlhabende alternde Kunden zu finden, die sich gerne f&#252;r das Versprechen ewiger Jungend melken lassen.<span id="more-152"></span></p>
<p>Was mich nun brennend interessiert ist die Frage, wo SkinScience Sperm seine Grundsubstanzen f&#252;r die Produktion bezieht. Suchen die auf 400 Euro Basis ausgesuchte und qualititativ hochwertig attestierte Spermaspender, die in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden in klinisch kahlen Laboren nur mit Hilfe  einiger ausliegender Erotikmagazine und unter Beobachtung des Produktionsleiters ihr Lendengold abzapfen, um die Frische des Ausgangsprodukts gew&#228;hrleisten zu k&#246;nnen oder sucht das Unternehmen freiwillige Mitarbeiter, die gerne bereit sind, f&#252;r den Erfolg der Firma wirklich alles zu geben? Oder vielleicht ist der Unternehmer an einer ortsans&#228;ssigen Produktionsfirma f&#252;r nicht-jugendfreie Medien beteiligt, die Filme wie &#8220;S&#246;ren - der Wikinger mit dem Riesenkn&#252;ppel&#8221; oder &#8220;Helga und Annefried heizen ein - Neueste Saunageschichten aus Oslo&#8221; und die ben&#246;tigten Anti-Oxidantien, die hier in rauen Mengen als &#8220;Ausschu&#223;&#8221; produziert werden, werden gesammelt und per Fahrradkurrier der neuen Bestimmung zugef&#252;hrt.</p>
<p>Wir M&#228;nner wussten es doch schon immer. Unser Lendensaft ist neben unseres Esprits und unseres unsagbar umwerfenden Charismas das wertvollste, was wir der Damenwelt geben.Mit diesem Wissen, dass Sperma ideal gegen der nat&#252;rliche Hautalterung entgegen wirkt, werde ich beim n&#228;chsten Mal, wenn sich Susanne eine neue Hautcreme kaufen m&#246;chte, darauf hinweisen, dass sie sich keine teure F&#228;ltchencreme zu kaufen braucht und dass der klassische Nivea Tigelvollkommen ausreicht. Ich werde mich gerne opfern, sie mit absolut biologisch-dynamisch  einwandfreien und frischen Anti-Oxidantien zu versorgen. Dann haben wir beide Spa&#223; dran und f&#252;r die 50 Euro darf sie mich lieber sch&#246;n zum Essen einladen.</p>
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		<title>Was man heute tr&#228;gt</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 17:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit langem habe ich meiner alten Heimat im Schwarzwald einen Besuch abgestattet. Abgesehen davon, dass ich immer wieder gerne meine Eltern besuche, nutze ich gerne die Gelegenheit, den Inhalt meines Kleiderschranks mit dem einen oder anderen Kleidungsst&#252;ck zu erg&#228;nzen. Das hat nicht unbedingt damit etwas zu tun, dass es dort eine besonders breite Auswahl an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit langem habe ich meiner alten Heimat im Schwarzwald einen Besuch abgestattet. Abgesehen davon, dass ich immer wieder gerne meine Eltern besuche, nutze ich gerne die Gelegenheit, den Inhalt meines Kleiderschranks mit dem einen oder anderen Kleidungsst&#252;ck zu erg&#228;nzen. Das hat nicht unbedingt damit etwas zu tun, dass es dort eine besonders breite Auswahl an derrier crie Model&#228;den und Stylingshops g&#228;be. Dieser Umstand ist mehr der Tatsache geschuldet, dass sich in der Provinz einfach weit entspannter einkaufen l&#228;sst als in M&#252;nchen an einem Samstag. Eigentlich ist das schon ein recht obskurer Zustand. Da gehen Gro&#223;st&#228;dter in der Provinz einkaufen weil die Stadt, in der man lebt, am einzigen Tag, an dem ein flei&#223;ig arbeitendes Mitglied der Gesellschaft Zeit zum shoppen findet, von Br&#252;der und Schwestern aus dem n&#228;heren und weiteren Umland &#252;berschwemmt wird. F&#252;r mich wird so jeder Versuch, ein passendes Outfit f&#252;r die kommende Saison zu finden, zum Horrortrip. Ich denke mir, so m&#252;ssen schwerst Drogenabh&#228;ngige f&#252;hlen, wenn sie sich an einem kalten Entzug versuchen. Dies &#228;u&#223;ert sich in Herzrasen, kaltem Schwei&#223;, einem Stresshormonpegel wie der eines Top-Gun Pilot beim Luftkampf gegen den b&#246;sen Russen und konstantem Tunnelblick.<span id="more-145"></span></p>
<p>Im Allgemeinen finde ich immer etwas oder sogar etwas mehr, als ich eigentlich br&#228;uchte. Nur diesmal hat es leider nicht geklappt. Dabei wollte ich eigentlich nur ein Sakko erstehen, der sich gef&#228;llig zu einer Jeans und eleganten Lederschuhen tragen l&#228;sst, um bei offiziellen Anl&#228;ssen nicht gleich mit dem Ma&#223;anzug und handgewebter Seidenkrawatte nebst Einstecktuch erscheinen zu m&#252;ssen. Ich habe langsam das Alter und die gesellschaftliche Position erreicht, um einen gewissen disdinguierten Lebensstil zeigen zu d&#252;rfen, ja vielleicht sogar schon zu m&#252;ssen. Erschreckender Weise wurde mir beim &#246;rtlichen Anzug Dealer meines Vertrauens erkl&#228;rt, dass es schwer werden w&#252;rde, ein Sakko f&#252;r mein Ansinnen zu finden, man trage es einfach nicht mehr&#8230;. Oha, hatte ich da vielleicht einen gravierenden Modetrend verschlafen? Ich h&#228;tte geschworen, dass ich noch zwei Wochen zuvor auf einer gesch&#228;ftlichen Veranstaltung 90% der m&#228;nnlichen Besucher mit eben diesem Bekleidungsst&#252;ck gesehen zu haben. Gut, das war in M&#252;nchen und nicht im Schwarzwald. Vielleicht hat sich das mit dem No-Go Sakko zu Jeans noch nicht so weit in den Osten herumgesprochen. Von den Checker-Disco Teilen mit &#252;bergro&#223;en bling-bling Applikationen auf dem R&#252;cken und Used-Look Schrammen am Revers einmal abgesehen, gab es keine - nennen wir es mal jugendlich sportlich geschnittene - Anzugjacken mit Revers. Da ich mit diesem Kleidungsst&#252;ck aber gedenke, bei Tage unter normale Gesch&#228;ftsleute treten und nicht bei Germany sucht die n&#228;chste Superheulboje aufzutreten, war dies nat&#252;rlich keine wirklich ernst zu &#252;berlegende Alternative. Und ansonsten - ich l&#252;ge nicht - gab es nur Glenchecks mit Goldkn&#246;pfen, oder Zweireiher im gerontologischen &#8220;casual Stil&#8221;. Es war tats&#228;chlich so. In allen Bekleidungsl&#228;den, die ich aufsuchte, gab es keine einzelnen Sakkos zu kaufen, die einem aufstrebenden Mitt-Drei&#223;iger geb&#252;hrend h&#228;tte kleiden k&#246;nnen.</p>
<p>Etwas ern&#252;chtert lie&#223; ich mich in einem sonnen&#252;berfluteten Stra&#223;en Cafe nieder und betrachtete bei einem Milchkaffee das vorbei laufende Publikum. Und je l&#228;nger ich so vor mich hin beobachtete, desto mehr stellte ich fest: ja, die Menschen hier nennen wirklich einen etwas - nennen wir es individuelleren - Modestil ihr eigen. Es k&#246;nnte also durchaus sein, dass sich die hiesige gehobene Gesellschaft nicht mit schlecht sitzenden Sakkos auf ausgebeulten Jeanshosen abgibt. Ich m&#246;chte nicht zu falschen Vermutungen anregen, immerhin habe ich hier meine Kindheit und Adoleszenz mit Bravour &#252;berstanden und m&#246;chte auf keines Falls den Eindruck erwecken, provinziell gepr&#228;gt worden zu sein (ich trug bereits mit 14 Jahren diese wahnsinnig schicken d&#252;nnen Lederkrawatten in der Schule, die damals der derier crie waren und von Tubs und Crocket in Miami Vice getragen wurden. Diesen Umstand verdanke ich noch heute, ohne Unfall und im Halbschlaf eine Krawatte binden zu k&#246;nnen, was erstaunlicher Weise viele Zeitgenossen meines Alters immer noch immens schwer zu fallen scheint. Erst letzte Woche presentierte mir ein Freund voller Stolz ein kleines Hilfsprogramm auf seinem iPhone, das als kleines Filmchen diverse Krawattenknoten zeigte und das er wirklich wahnsinnig hilfreich findet, weil ers sonst nicht hinbek&#228;me, sich eine Krawatte zu schn&#252;ren. Wow, ja, dachte ich mir da, gut, dass ein technisches Wunderwerk wie das iPhone entwickelt worden ist, mit dem man telefonieren, im Internet surfen, Stadtpl&#228;ne aufrufen und Tetris spielen kann, nur um sich ein Filmchen mit den sch&#246;nsten Krawattenknoten der letzten 200 Jahre anzusehen. Respekt!).</p>
<p>M&#246;chte sagen, auch auf dem Land ist es m&#246;glich, als Trendsetter und modisch aktuell sein Dasein zu fristen. Umso mehr ern&#252;chterte mich der Anblick der &#246;rtlichen Gesellschaft. Hier hat die saure Dauerwelle noch genauso ihre Berechtigung wie das Holzf&#228;ller Hemd. Gut, das kommt bestimmt alles wieder. Aber als Bewohner eines trendigen Viertels in einer Millionen Metropole ist so ein Kleidungstil schon etwas ungewohnter. Und so konnte ich langsam auch nachvollziehen, was der Herrenausstatter mit &#8220;das tr&#228;gt man heute nicht mehr&#8221; wohl gemeint haben k&#246;nnte. Man(n) im Schwarzwald tr&#228;gt keine Sakkos zur Jeans. Gut, zwei, drei vereinzelte Passanten haben das &#246;rtliche Modediktat noch nicht mitbekommen oder sie kamen aus einer anderen Stadt, denn sie widersetzten sich dem Sakkoverbot.</p>
<p>Schlussendlich konnte ich dann Susanne dazu bewegen, mich ins Ingolstadt Village zu begleiten, um mit mir nach der aussterbenden Gattung Einzelsakkos zu suchen (eifrige Leser meines Blogs wissen, hier gibt es auch die Beste Boutique der Welt, n&#228;mlich einen <a title="Fred Perry" href="http://www.muenzi.de/allgemein/fred-perry-rules/">Fred Perry</a> Outlet, und das alleine ist immer eine Reise wert). Gott sei Dank f&#228;llt es Frauen ja nicht ganz so schwer wie uns M&#228;nner, sich zum Shoppen &#252;berreden zu lassen. Und so habe ich dann also doch noch ein passendes Kleidungsst&#252;ck zu einem wirklich angenehmen Preis gefunden. Was f&#252;r eine Odyssee f&#252;r eine einfache Jacke. Ich hoffe, sie h&#228;lt ein paar Jahre und ich wachse da nicht so schnell hinaus. Nur gut, dass die n&#228;chsten Anschaffungen, die bei mir bekleidungstechnisch anstehen, Dinge wie Socken und Unterw&#228;sche sind. Solche Basics sollten auch im Schwarzwald nicht aus der Mode kommen, sonst muss ich mir wirklich Sorgen um meine Heimat machen&#8230;.</p>
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		<title>Von Soulfood und Slowfood</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 21:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit ist es mir immer h&#228;ufiger aufgefallen, welch komische Bl&#252;ten die Globalisierung mit unserem Essen und Essensgewohnheiten treibt. Slowfood Anh&#228;nger wie ich mich selbst als einer bezeichnen w&#252;rde, achten darauf, Lebensmittel aus der Region und zu den jeweils passenden Jahreszeiten zu konsumieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit der sich dadurch ergebenden positiven [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit ist es mir immer h&#228;ufiger aufgefallen, welch komische Bl&#252;ten die Globalisierung mit unserem Essen und Essensgewohnheiten treibt. Slowfood Anh&#228;nger wie ich mich selbst als einer bezeichnen w&#252;rde, achten darauf, Lebensmittel aus der Region und zu den jeweils passenden Jahreszeiten zu konsumieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit der sich dadurch ergebenden positiven &#214;kobilanz zu tun (der kritische Konsument achte einmal auf das Kleingeruckte der Schilder bei der Obst und Gem&#252;seauslage. Wieso m&#252;ssen &#196;pfel aus China oder Neuseeland importiert werden?). Nein, im Allgemeinen schmecken die Produkte und Gerichte einfach besser, weil sie a) authentischer sind und b) reif geerntet oder vor Ort geschlachtet wurden und ein Apfel dann eben nach Apfel und nicht nach Pappe schmeckt und ein Schweineschnitzel nach Schweineschnitzel und nicht nach Stresshormonverw&#228;ssertes etwas.<span id="more-139"></span></p>
<p>Daher freute ich mich vor einigen Wochen auf eine ehrliche Currywurst, die ich mir bei meiner letzten Berlinreise genehmigen wollte. Dieses Kleinod Deutscher Esskultur ist in M&#252;nchen leider noch seltener vorzufinden wie eine Schweinshaxe mit Sauerkraut in einem afgahnistanischen Talibandorf. Es gibt zwar einige - und in letzter Zeit verst&#228;rkte - Versuche, diesen Klassiker der Deutschen Imbissbude auch im Land der Wei&#223;wurst und der Leberk&#228;ssemmel zu etablieren. Aber so lange der M&#252;nchner sich weigert, eine klassische Frittenkultur wie wir sie aus dem Ruhrpott und dem Rheinland her kennen, zu etablieren, so lange wird eine Currywurstbude im Stadtbild exotischer bleiben als ein Mongolengrill, der handgestreichelter Albinost&#246;r in selbstgeleichtem Veruga-Kaviar als Plat-de-Jour anbietet. Leider hatte ich mit der Wahl der W&#252;rstchenbude nicht den erhofften Erfolg. Die mundgerecht portionierte Wurst wurde mit handels&#252;blichem Ketchup begossen und einen Schwung Currypulver getoppt. Nix besonderes, kann jeder zu hause selber machen. Wo wir doch alle wissen, dass das Geheimnis einer erstklassigen Currywurst neben der Wurst die So&#223;e ist. Letztes Jahr lief ich einmal mehr als 2 Stunden durch Berlin, um &#252;berhaupt eine Currywurstbude zu finden! Ich erinnere mich, dass es D&#246;nerdreher an jeder Ecke drei gab, aber eine Heimat f&#252;r eines der wenigen kulinarischen Errungenschaften Preu&#223;ens war nirgends zu entdecken. Entt&#228;uscht entschied ich mich dann f&#252;r den Verzehr eines Breulers, das geschmacklich sehr ansprechend war, aber Brath&#228;ndl gibts halt auch in M&#252;nchen, dazu braucht es keine Reise in unsere arme aber sexy Hauptstadt.</p>
<p>Umso erstaunter war ich nun, als ich letzte Woche auf Mallorca einer der besten Mantateller (Currywurst mit Pommes) genossen habe, und das zu einem absoluten Spottpreis. Dabei war ich auf der Suche nach einer netten Tapas Bar, wo ich eigentlich ein paar Sardinen, Oliven und etwas Schinken zu einem Glas Rotwein zu mir nehmen und die balearische Sonne stilecht auf mich und meinen bleichen B&#252;roteint wirken lassen wollte. Aber auch hier ist mir das gleiche Schicksal wie schon in Berlin wiederfahren, nach stundenlangem sinnlosem Umherlaufen gab ich die Hoffnung auf, auch nur ein ann&#228;hernd spanisches Restaurant zu finden (wer wissen m&#246;chte, wo man einen Japaner, Chinesen, Russen oder gar einen Kolumbianer in Palma finden kann, der m&#246;ge sich gerne bei mir melden). So begab es sich, dass ich am Ende in einer W&#252;rstchenbude am Yachthafen endete, eine &#8220;Currysausage with French Fries&#8221; bestellte und um so erstaunter war, dass die Dame hinter dem Tresen in bestem Deutsch antwortete, &#8220;det dauert noch f&#252;mpf Minuten. Ick bring det denn an den Tisch&#8221;. Naja, ein bisschen Tapas-like ist so eine Currywurst ja schon. Immerhin pickt man mit einem Zahnstocher mundgerecht geschnittene Fleischst&#252;ckchen aus einer Schale.</p>
<p>Nun ja, was ist nun so besonders daran, auf Mallorca eine gute Currywurst zu essen, auf der Insel gibt es schlie&#223;lich mehr Deutsche als Berliner in Kreuzberg, wird sich nun der ein oder andere fragen. Richtig. Was ich an dieser Erfahrung so erw&#228;hnenswert finde ist die traurige Tatsache, dass es dank Globalisierung und Verf&#252;gbarkeit jeglicher Art von K&#252;che und Lebensmittel heute wahrscheinlicher ist, typisches Essen einer Region besser und authentischer viele tausend Kilometer von seiner Heimat zu finden als dort, wo es urspr&#252;nglich entwickelt wurde - so man regionaltypisches &#252;berhaupt noch findet. Daher meinen Aufruf an alle Leser: rettet das deutsche Butterbrot, die Currywurst, Bier oder so profane Dinge wie Sauerkraut. Es macht doch viel mehr Spa&#223; Gerichte dort zu essen, wo sie einst entstanden. Und mit diesen Worten werde ich den Kerner-Sp&#228;tlese trocken aus der Pfalz austrinken und hoffen, dass ich bei meinen n&#228;chsten Spanienaufenthalt vielleicht doch noch auf eine Tapasbar sto&#223;en werde, wo ich einen ordentlichen Rioja bekomme und die Garnelen in Oliven&#246;l mit viel Knoblauch versetzt sind. Prost!</p>
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		<title>Fahrradfahren als Kunstform</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 09:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r mich, der sich auch w&#228;hrend des Berufverkehrs eisern mit seinem Fahrrad durch Deutschlands Metropolen k&#228;mpft, ist dieser Biker ein absolutes Vorbild. Der macht mit seinen zwei R&#228;dern unterm Popo jedes Hindernis zum Jump-and-Run Spiel. Fantastisch! Schauen und staunen.

Inspired. Danny MacAskill from dave on Vimeo.
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">F&#252;r mich, der sich auch w&#228;hrend des Berufverkehrs eisern mit seinem Fahrrad durch Deutschlands Metropolen k&#228;mpft, ist dieser Biker ein absolutes Vorbild. Der macht mit seinen zwei R&#228;dern unterm Popo jedes Hindernis zum Jump-and-Run Spiel. Fantastisch! Schauen und staunen.</p>
<p style="text-align: center;"><object width="400" height="307" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4207784&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4207784&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /></object><br />
<a href="http://vimeo.com/4207784">Inspired. Danny MacAskill</a> from <a href="http://vimeo.com/tdave">dave</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Vintage shopping auf M&#252;nchens gr&#246;&#223;tem Flohmarkt</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 16:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein fester Termin im Jahreskalender ist der gro&#223;e Flohmarkt am M&#252;nchner Fr&#252;hjahrsfest. Es gibt zwar w&#246;chentliche Flohm&#228;rkte in M&#252;nchen, aber keiner ist so gro&#223; und weitl&#228;ufig wie dieser. Es hat den Anschein, als dass die Einwohner der Metropole mit Herz nach dem Winter den Fr&#252;hjahrsputz n&#252;tzen, um ihre Kellerabteile und Speicher von nicht mehr ben&#246;tigten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein fester Termin im Jahreskalender ist der gro&#223;e Flohmarkt am M&#252;nchner Fr&#252;hjahrsfest. Es gibt zwar w&#246;chentliche Flohm&#228;rkte in M&#252;nchen, aber keiner ist so gro&#223; und weitl&#228;ufig wie dieser. Es hat den Anschein, als dass die Einwohner der Metropole mit Herz nach dem Winter den Fr&#252;hjahrsputz n&#252;tzen, um ihre Kellerabteile und Speicher von nicht mehr ben&#246;tigten Konsumg&#252;tern und Erbst&#252;cken von vor Urzeit verschiedenen Vorfahren zu befreien und so Platz f&#252;r neue Dinge zu schaffen. Und die besonders gesch&#228;ftst&#252;chtigen unter den Fr&#252;hjahrsputzern stellen sich f&#252;r einen Tag auf den Flohmarkt und bieten ihre bereits mit Patina (Staub) bedeckten Pretiosen an fachkundiges Publikum, welches wiederum die Hoffnung treibt, zu Schn&#228;ppchenpreisen bereits ausgiebig getestete Produkte erstehen zu k&#246;nnen. Nicht zu untersch&#228;tzen ist nat&#252;rlich der Unterhaltungswert, den das St&#246;bern und das Aushandeln des Marktgerechten Preises liefert.<span id="more-129"></span></p>
<p>Wobei ich leider in den letzten Jahren einen dramatischen Verfall der uralten Kultur des Verhandelns feststellen muss. War es zu Beginn meiner Flohmarktkarriere noch &#252;blich, teilweise zehn Minuten lang um drei abgegriffene Asterix Comics zu feilschen, weil 4 Mark einfach zu viel f&#252;r das Taschengeldbudget waren, 3,50 Mark aber angebracht und man sich dann am Ende bei 3,70 Mark traf, sodass am Ende beide Parteien das Gef&#252;hl hatten, das bestm&#246;gliche rausgeholt und gek&#228;mpft zu haben, so trifft man heute entweder auf &#8220;Professionelle&#8221;, die zwar tolle Dinge feil bieten, daf&#252;r aber Mondpreise verlangen oder absolute Verhandlungslaien, die ihre Preise sowieso viel zu tief ansetzen. Gut, ich habe dann zwar Skrupel, meine gewohnte Prozedur abzuspulen (Augen nach oben verdrehen, nach Luft ringen und ein um 40 Prozent niedrigeres Gegenangebot abgeben), aber ich denke mir, hier geht es a) ums Prinzip und b) geht man ja nicht auf den Flohmarkt, um wie im Supermarkt vordefinierte Festpreise zu akzeptieren. Um so bitterer empfinde ich es, wenn mein Verhandlungspartner dann verdutzt schaut  und versch&#252;chtert einschl&#228;gt. Ich f&#252;rchte wirklich sehr um des Deutschen Verhandlungsgeschick.</p>
<p>Es k&#246;nnte nat&#252;rlich sein, dass der gemeine M&#252;nchner sowieso froh ist, den feilgebotenen Kram los zu werden und denkt, dass der K&#228;ufer geistig minderbemittelt sein muss, f&#252;r das Zeug auch noch Geld zu zahlen, was sonst auf die gro&#223;e M&#252;llhalde vor der Stadt gelandet w&#228;re. Ich muss gestehen, hier kann der Laptop und Lederhosen erprobte Bayuvare noch eine Menge von Kollegen der Nebenst&#228;nde lernen, deren origin&#228;re Heimat die Weiten des Balkan oder Anatoliens zu sein scheinen. Leider ist deren Warenangebot selten deckungsgleich mit meinen Interessen oder Bed&#252;rfnissen. So toll echt goldene Wasserh&#228;hne und Kronleuchter auch sein m&#246;gen. Der Einrichtungsstil meiner vier W&#228;nde ist leider klassisch modern gehalten, da w&#252;rde die T&#252;rklinke Modell &#8220;Schlo&#223; Neuschwanstein&#8221; dem fein Abgestimmte Gesamtkonzept der Inneneinrichtung - sagen wir mal - einen zu starken Kontrastpunkt setzen. Und gebrauchte High-End Elektronik f&#252;r den heimischen PKW nebst passender 100 Megawatt Subwooferbox in Pornorot, oder zum dritten Mal wieder verwendete 12 Zoll Schrauben (wo bekommen die die Dinger &#252;berhaupt her?)  ben&#246;tige ich leider auch nicht.</p>
<p>Interessant ist es zudem, die diversen Moden und Trends der vergangenen Jahre zu sehen. So sind in letzter Zeit &#252;berproportional viele Homeshopping 5 Minuten-Fett-weg-Stepper in den Auslagen zu finden. Auch klassische Koffer scheint kein normaler Haushalt mehr besitzen zu wollen, seit es diese praktischen Rollkoffer mit den Ausziehgriffen gibt. Die &#228;lteren Leser unter Ihnen erinnern sich vielleicht noch. Es gab Zeiten, da hat man in gro&#223;en viereckigen Kisten mit einem Henkel oben dran, die kompletten Utensilien einer Reise von Hand GETRAGEN und nicht hinter sich her gezogen wie eine Gro&#223;mutter ihren Einkaufswagen. Zumindest wurden &#252;berproprtional viele von diesen antiquierten Kleinode ndes ausgehenden 20. Jahrunderts feil geboten und - interessant - insbesonders das junge Publikum, das sich den Bizeps auf moderne Art und Weise f&#252;r viel Geld im Fitnesstudio st&#228;hlt, zeigte gro&#223;es Interesse daran. Trendforscher w&#252;rden hier vielleicht schon den n&#228;chsten Hipe hineininterpretieren. Wie &#252;brigens auch bei den Nierentischchen und Schuhschr&#228;nkchen , die die Generation unserer Gro&#223;eltern sich in den Wirtschaftswunder Jahren zur Gelsenkirchner Barock Anrichte in die gute Stube stellten. Von diesen praktischen und scheinbar praktisch unverw&#252;stlichen M&#246;beln nebst Lampen waren auch unglaublich viele Sammelst&#252;cke zu sehen. 60er und 70er Jahre Plastikm&#246;bel und Lampen wiederum sind mir keine Aufgefallen. Diese stehen bestimmt noch alle in Schwabing oder im Glockenbachviertel in den angesagten Lounges und Clubs, bis auch dieser Trend endlich sein Ende findet. Wer wei&#223;, vielleicht kommen dann die 50er Jahre wieder. Schn&#228;ppchenj&#228;ger sollten jetzt schon zugreifen.</p>
<p>Normalerweise bringe ich immer irgend ein Schn&#228;ppchen mit nach Hause. Dieses Jahr waren sowohl ich als auch Susanne nicht sehr erfolgreich. Von ein paar Kochb&#252;chern aus den 60er Jahren und einem Pernod Wasserk&#228;nnchen abgesehen sind wir diesmal mit leeren H&#228;nden nach Hause gekommen. Das macht aber nichts. Meistens &#228;rgere ich mich sp&#228;ter, weil die neu erstandenen Sch&#228;tze meist nichts anderes tun, als was sie wahrscheinlich die letzen 20 Jahre auch schon taten, irgendwo im Keller oder einer stillen Ecke vor sich hin zu stauben und zu warten, endlich weg geworfen oder zum Flohmarkt gebracht zu werden, damit ein anderer Mensch, der der Meinung ist, dieses Teil unbedingt besitzen zu m&#252;ssen, es ersteht. Wie singt Elton John doch gleich so passend hierzu: that´s the circle, the circle of life&#8230;</p>
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		<title>Nicht alle Branchen sind in der Krise</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 20:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Münzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem stolperte ich in einem Fachmagazin, das sich mit den Themen Erwachsenen- Inhalte f&#252;r Internet und mobilen Fernsprechger&#228;ten mit entsprechener multimedialer technischer Ausr&#252;stung besch&#228;ftigt,  &#252;ber folgende &#220;berschrift &#8220;Erh&#246;hte Nutzung von Pornoseiten&#8221;. Neugierig geworden las ich folgende Zeilen: &#8220;Eine neue Studie der bekannten Ratingagentur Nieslen Online macht deutlich, dass immer mehr Angestellte w&#228;hrend ihrer Arbeitszeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem stolperte ich in einem Fachmagazin, das sich mit den Themen Erwachsenen- Inhalte f&#252;r Internet und mobilen Fernsprechger&#228;ten mit entsprechener multimedialer technischer Ausr&#252;stung besch&#228;ftigt,  &#252;ber folgende &#220;berschrift &#8220;Erh&#246;hte Nutzung von Pornoseiten&#8221;. Neugierig geworden las ich folgende Zeilen: &#8220;Eine neue Studie der bekannten Ratingagentur Nieslen Online macht deutlich, dass immer mehr Angestellte w&#228;hrend ihrer Arbeitszeit auf Pornowebseiten surfen&#8221;. Weiter ist zu lesen, dass die Nutzung von Webseiten, die zur Erwachsenenunterhaltung gedacht sind, innerhalb eines Jahres um sagenhafte 25 % gestiegen sei und Experten nun r&#228;tseln, wie dieser Anstieg zustande kommt.<span id="more-126"></span></p>
<p>Sch&#246;n finde ich den Erkl&#228;rungsansatz des Beratungsunternehmens HResults, das dieses Ph&#228;nomen der Tatsache zuschreibt, dass Manager nicht mehr die Zeit h&#228;tten, ihre Mitarbeiter die ganze Zeit zu beaufsichtigen, da sie mit so vielen Dingen gleichzeitig besch&#228;ftigt seien. So sei es den Angestellten m&#246;glich, sich der Aufsicht des Vorgesetzten zu entziehen, ohne dass es auffalle. N&#252;chterner sieht es eine andere Beratungsfirma namens TopBucks, die diese Entwicklung der einfachen Tatsache geschuldet sieht, dass es eine gr&#246;&#223;ere Akzeptanz von Pornografie gibt. Interessant auch die Sorge eines Branchensprechers, der dies keineswegs als zu positiv bewertende Nachricht sieht. Er sieht die Gefahr, dass dies eine Debatte &#252;ber die Verschlechterung der Produktivit&#228;t durch Pornografie seitens der Arbeitgeber initiieren k&#246;nne, die nicht im Sinne der Branche w&#228;re. Auch das ist f&#252;r mich nachvollziebar.</p>
<p>Was ich allerdings nicht ganz glauben kann, ist die Tatsache an sich, dass der (oder gar die?) gemeine Angestellte w&#228;hrend des Arbeitstages verst&#228;rkt auf Webseiten surfen, die vornehmlich zur Entspannung des Lendenbereichs und nicht des Arbeitstresses gedacht sind. Erstens d&#252;rfte bei den meisten Unternehmen die Internetsicherheit dergestallt eingestellt sein, dass der Zugriff auf besagte verabscheuensw&#252;rdigen Seiten gesperrt ist (viele in meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben im B&#252;ro nicht mal Zugang zu ihren Freemail- oder Facebook Accounts). Und zweitens k&#246;nnte ich mir vorstellen, dass niemand gerne von einem Kollegen oder gar Chef ertappt werden m&#246;chte, wenn er sich gerade vom neuesten Trailer von Rocco Barocco und Cindy Joyce in eindeutiger Action inspirieren l&#228;&#223;t. Und zu guter Letzt denke ich  nach 10 Jahren im Onlinebusiness (und damit ohne jegliche Restriktionen bezg&#252;glich Websitebesuche) beurteilen zu k&#246;nnen, dass der gemeine Angestellte tags&#252;ber so viel zu tun hat, dass er a) gar keine Zeit f&#252;r ausgiebige W&#252;rdigungen von  Silikonbusen und rasierten Schambereichen hat und b) kurzfristige Entspannung eher im Lesen von Schlagzeilen der diversen interaktiven Nachrichtenpostillen oder gleich im B&#252;roplausch am Kaffeeautomat sucht.</p>
<p>Wie weit die Ratingagentur, die diese ph&#228;nomenale Entdeckung ob der verst&#228;rkten Nutzung von nicht jugendfreien Seiten nun einen realistischen Trend beschreibt, oder kreativer statistischer Verfahren geschuldet ist, um eine interessante Schlagzeile ver&#246;ffentlichen zu k&#246;nnen, vermag ich nicht zu beurteilen. Prinzipiell finde ich die Vorstellung aber dennoch ganz interessant. Gerade in Zeiten wie diesen (Weltrezession, es war alles noch nie so schlimm wie zur Zeit, Morgen werden wir alle arbeitslos sein) sucht doch der Mensch nach Orientierungspunkten, die ihm Halt geben. Wieso sollte das nicht etwas sein, dass er schon seit Jahrmillionen kennt und sich seit Anbeginn der Menscheit als probates Mittel der Frustbek&#228;mpfung erwiesen hat sein - der Trieb der Fortpflanzung? Ist allemal ges&#252;nder als sich mit Antidepressiva und sonstigen k&#252;nstlichen Mittelchen medikament&#246;s zu behandeln, um dem Leben  in schweren Zeiten einen rosanen Anstrich zu geben. Make love not business! In diesem Sinne w&#252;nsche ich meinen Lesern eine liebevolle und stressfreie Arbeitswoche. A bientot!</p>
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